Geschafft: Frauen-Quote ist da!

Eine langjährige Forderung der Arbeiterkammer wurde endlich umgesetzt: eine verpflichtende Frauenquote in Aufsichtsräten. Ab 2018 sind alle börsennotierte Unternehmen sowie Betriebe mit mehr als 1.000 Beschäftigten dazu verpflichtet, mindestens ein Drittel ihrer Aufsichtsratsposten mit Frauen zu besetzen. Bis spätestens 2030 muss dieser Zielwert erreicht werden. Ansonsten drohen Sanktionen. Zum Beispiel: Bei Nichteinhalten der Quote, dürfen keine neuen Aufsichtsratsposten mehr vergeben werden.

Noch Luft nach oben

Wie aktuelle Zahlen zeigen, geht Deutschland mit positivem Beispiel voran: Seit Inkrafttreten des Gesetzes im Mai 2015 hat sich im Nachbarland der Frauenanteil in Aufsichtsräten um 6 Prozentpunkte erhöht und beträgt nun 28 Prozent.  

In Österreich zeigt sich ein gemischtes Bild. Auf der einen Seite kommen staatsnahe Betriebe ihrer Verpflichtung mehr als nach. Dort beträgt die Frauenquote knapp über 40 Prozent. Im Vergleich dazu hinkt Österreichs Privatwirtschaft in Sachen Frauenquote deutlich hinterher, lediglich 18 Prozent der Aufsichtsräte sind weiblich.   

"Ausgewogenheit steht für Erfolg" 

AK-Frauenreferentin Ines Grössenberger:
"Die verpflichtende Frauen-Quote ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Damit geht eine langjährige Forderung der Arbeiterkammer in Erfüllung. Aus gutem Grund, denn wie viele Studien belegen, sind gemischte (Führungs-)Teams erfolgreicher."

Zum Beispiel betont der McKinsey-Bericht, dass Unternehmen mit einer ausgewogenen Beteiligung von Männern und Frauen einen höheren Betriebsgewinn, als rein männlich besetzte Unternehmen, erzielen. Sie sind also wettbewerbsfähiger, kreativer und insgesamt leistungsfähiger. 

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