24.07.2018

"Du kannst was!" weiter auf der Erfolgsstraße

Nur 30 Prozent des menschlichen Lernens findet in Bildungsinstituten statt. Das meiste Wissen wird im Alltag erworben – vor allem im Beruf. Menschen ohne anerkannten Abschluss sammeln bei der Arbeit trotzdem eine Menge Erfahrung. Dieses Wissen wird im Projekt „Du kannst was!“ nach einer Inventur des beruflichen Könnens als Basis für den Lehrabschluss anerkannt: Die Teilnehmer lernen dann durch punktgenaue Weiterqualifikation das, was ihnen zum Zeugnis noch fehlt. Aus Hilfskräften werden Fachkräfte. Heuer holten 53 Salzburgerinnen und Salzburger sich so doch noch Ihr Lehrzeugnis. Die nächste Runde von „Du kannst was!“ startet im Oktober.

14 Berufskraftfahrer – übrigens alle bei Stiegl – 3 Betriebslogistiker, 11 Kaufleute, 8 Köchinnen und Köche, 8 Restaurantfachleute und 9 Metallbearbeiterinnen und -bearbeiter. Sie alle holten sich heuer auf Basis ihres im Beruf als Hilfskraft erworbenen Wissens doch noch den Lehrabschluss. Damit erreichte das Projekt „Du kannst was“ 2018 über 40 Prozent mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als im vergangenen Jahr – und stillt so aktiv den steigenden Fachkräftebedarf in vielen Branchen. Die Initiative der AK mit Finanzierung des Landes, des Europäischen Sozialfonds und in Kooperation mit zahlreichen Partnern übertraf bis dato die Erwartungen und ist österreichweit ein Vorzeigeprojekt. Unter anderem soll jetzt der Bereich der Restaurantfachleute und Köche noch mehr gepusht werden – hier können schließlich viele Jobs nicht besetzt werden. Natürlich müssen die Arbeitgeber auch gute Bedingungen bieten, damit eine Stelle attraktiv ist.

Peter Eder: „Als Arbeiterkammer schaffen wir Chancen!“

„Das eigene Ausbildungsniveau wirkt sich ganz wesentlich auf die Arbeits- und Lebenszufriedenheit aus“, sagt AK-Präsident Peter Eder. Und auch sozialer Status und Bildung hängen eng zusammen. Eine abgeschlossene Ausbildung  ermöglicht eine Verbesserung im jeweiligen Kollektivvertrag sowie Berufsschutz. Nicht zuletzt sind besser Qualifizierte seltener von Arbeitslosigkeit bedroht. Aus- und Weiterbildung muss also eine Top-Priorität sein. „Als Arbeiterkammer schaffen wir Chancen, fördern Aus- und Weiterbildung und ermöglichen so vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern neue Perspektiven für die Zukunft – und ganz nebenbei profitiert davon auch noch die Wirtschaft. So funktioniert Sozialpartnerschaft – wer gemeinsam handelt, und miteinander redet, erreicht mehr für die Menschen“, so Eder.

Die nächste Runde von „Du kannst was!“ startet im Oktober

Die neue Runde von „Du kannst was!“ startet mit Oktober 2018. Projektträger ist das BFI der AK Salzburg. Besonderer Dank gilt dabei neben dem Land Salzburg und der Wirtschaftskammer, dem WIFI, dem Technischen Ausbildungszentrum Mitterberghütten, dem AMS und dem ÖGB. Durch dieses breite Zusammenwirken werden die Potenziale der Arbeitnehmer, für die das Projekt gemacht ist, maximal genutzt. Da „Du kannst was!“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Landes Salzburg und der AK Salzburg finanziert wird, muss man für die Weiterbildung nur einen Eigenbetrag in Höhe von 400 Euro leisten – in seltenen Fällen bis zu 800 Euro. Kann der Bildungsscheck des Landes Salzburg in Anspruch genommen werden, reduziert sich der Betrag auf 200 bzw. maximal 400 Euro plus Prüfungskosten.

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