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Zukunft ist nur solange unsicher, bis wir sie gestalten: Das braucht Wissen

Um die Zukunft verantwortungsvoll gestalten zu können, braucht es mehr denn je wissenschaftlich fundiertes Zukunftswissen. Das „Zentrum für Zukunftsstudien“ der Forschungsgesellschaft der Fachhochschule Salzburg (FHS) hat deshalb für 7. und 8. Mai 2007 renommierte Zukunftsforscher aus Deutschland, der Schweiz und Österreich zur Gründung des „Netzwerkes Zukunftsforschung“ nach Salzburg eingeladen. 45 Zukunftsexpertinnen und –experten sind der Einladung gefolgt. „Der Campus Urstein wird in diesem Netzwerk zu einem der wichtigsten Knotenpunkte der europäischen Zukunftsforschung,“ sagt Reinhold Popp, Leiter des Zentrums für Zukunftsstudien der FHS-Forschungsgesellschaft, nicht ohne Stolz.

Europäische Zukunftsforschung vorantreiben

„Arbeit zukunftsorientiert zu sehen, ist für eine Arbeitnehmervertretung ein fundamentales Anliegen. Aus dieser Tradition heraus ist es nur zu begrüßen, dass die Salzburger Fachhochschule in Urstein, deren Erhalter wir ja gemeinsam mit der Wirtschaftskammer sind, die europäische Zukunftsforschung vorantreibt“, betont AK-Direktor Gerhard Schmidt, der auch Vorsitzender des Aufsichtsrates der FHS-ForschungsGmbH ist. Für die Arbeiterkammer habe das Forschungsinstitut für „Zentrum für Zukunftsforschung“ neben dem „Studiengang für Soziale Arbeit“ einen besonderen Stellenwert. Schmidt: „Es geht um die Zukunft der Menschen, um die Verbesserung der Lebensqualität nicht nur im Beruf, sondern auch außerberuflich. Ein Aspekt, der in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Ein fundiertes Wissen um die Gesellschaft, Wirtschaft und Politik in Gegenwart und Zukunft ist heute wichtiger denn je!“

Doris Walter, Geschäftsführerin der FHS-ForschungsGmbH, freut sich sehr darüber, dass die Gründung des Netzwerks Zukunftsforschung am Campus Urstein erfolgt: "Im modernen Wissenschaftsbetrieb ist die Zusammenarbeit in Netzwerken ein wesentliches Kriterium für Qualität und Erfolg. In diesem Sinne ist es besonders erfreulich, wenn ein derartig renommiertes Forschungsnetzwerk hier am Standort der Fachhochschule Salzburg gegründet wird. Mit unserem Zentrum für Zukunftsstudien als wichtigem Knoten dieses Netzwerks positioniert sich unsere Fachhochschule als einer der Leuchttürme der Zukunftsforschung im europäischen Forschungsraum."

Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen

„Wir entscheiden über die Geschichte, die wir hinterlassen - mit den heute getroffenen Entscheidungen müssen zukünftige Generationen leben. Das ist eine große Verantwortung, der wir uns stellen müssen. Während die Zukunftsforschung in Übersee seit langem Teil des Wissenschaftsbetriebs innerhalb und außerhalb der Hochschulen ist und auch internationale Netzwerke dazu bestehen, hinkt Europa hinterher. Besonders defizitär ist die Lage der Zukunftsforschung im deutschsprachigen Raum. Bis jetzt. Das ‚Netzwerk Zukunftsforschung’ setzt einen wichtigen Schritt vorwärts für die längst überfällige Vernetzung von Instituten und Forschern aus Deutschland, der Schweiz und Österreich“, sagt Popp.

Besonderes Gewicht legen die Forscherinnen und Forscher des neu gegründeten Netzwerkes auf die breite thematische Ausrichtung und vor allem die interdisziplinäre Forschung, denn, so Rolf Kreibich, der Initiator des Netzwerks Zukunftsforschung und Leiter des renommierten Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung - Berlin: „Zukunft entwickelt sich nicht entlang historischer Wissenschaftsdisziplinen. Da die großen Probleme der Zukunft sehr komplex sind, muss auch die Zukunftsforschung ihre Kräfte und ihr Wissen bündeln, also: kooperieren und sich vernetzen“ Außerdem kritisiert der Zukunftsforscher: „In Politik und Wissenschaft herrscht oft die Vorstellung vor, den Zukunftsherausforderungen in erster Linie mit Hilfe des technischen Fortschritts gerecht werden zu können. Für die Notwendigkeit von wissenschaftlich fundierten Szenarien für die nachhaltige Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen, vor denen wir alle stehen, fehlt oft das Verständnis.“

Gereon Klein, vom St. Galler Zentrum für Zukunftsforschung stimmt zu und betont: „Derzeit sind wir in allen Fragen der Zukunftsorientierung und -gestaltung zu unterentwickelt – nur im Verbund von Grundlagenforschung und angewandter Forschung werden wir weiterkommen. Verantwortungsvolles Zukunftshandeln braucht langfristig orientiertes Denken!“

Spannende Themen - Welcome to the future!

Die im „Netzwerk Zukunftsforschung“ vertretenen Themenbereiche reichen von sozialwissenschaftlicher Zukunftsforschung, gesellschaftsrelevanter Innovationsforschung, Nachhaltigkeitsforschung bis zu Projekten der partizipativen Regionalentwicklung. Es stellen sich spannende Zukunftsfragen: Wie reagieren wir auf demografische Veränderungen? Wie sieht ein zukunftsfähiger Lebensstil aus? Welche Möglichkeiten gibt es zur regionalen, nationalen und internationalen Zukunftsgestaltung? Welche Chancen und Risiken stecken in neuen Technologieentwicklungen? Welche Möglichkeiten bieten gesellschaftliche Innovationen?

Zentrum für Zukunftsstudien der FHS-ForschungsGmbH - Salzburg

Die Forschungsaktivitäten des Zentrums für Zukunftsstudien bewegen sich im Spannungsfeld zwischen der Produktion von wissenschaftlich fundierten Zukunftsstudien über mögliche, wahrscheinliche und wünschenswerte Entwicklungen (= „Zukünfte“) in wichtigen Bereichen des menschlichen Zusammenlebens einerseits sowie der wissenschaftlichen Begleitung von innovativen Prozessen des vorausschauenden Planens und Gestaltens in Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik andererseits.

Inhaltlich bezieht sich die Forschungstätigkeit des Zentrums für Zukunftsstudien vor allem auf das weite Spektrum des Themenbereichs „Zukunft:Lebensqualität“.
In diesem Sinne behandeln die Forschungsprojekte des Zentrums für Zukunftsstudien wichtige Ausprägungsformen von Lebensqualität, wie:

  • Gesundheits- und Freizeitsport
  • Methoden und Modelle der Gesundheitsförderung
  • Altern im Spannungsfeld zwischen Beruf & Freizeit
  • Zivilgesellschaft & Sozialkapital
  • Soziale Infrastruktur & Sozialberufe
  • Lebens-langes Lernen
  • Leisure Studies
  • Animation zur Partizipation etc.

Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, Berlin

(laut: http://www.izt.de/projekte/laufende_projekte/index.html):

  • Agenda 21 für Berlin - Projektagentur Zukunftsfähiges Berlin - Regionalentwicklungsprojekt
  • FUTUR - Prozess zur Themengenerierung und Definition von Forschungsstrategien im BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung)
  • Technologisch-ökonomischer Strukturwandel - räumliche Auswirkungen und regionale Anpassungsstrategien (Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) / Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
  • Strategien zur Verminderung der Feinstaubbelastung
  • Akzeptanz und Strategien für den Ausbau Erneuerbarer Energien auf kommunaler und regionaler Ebene (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit)

St. Galler Zentrum für Zukunftsforschung

(laut: www.sgzz.ch)

  • Das St. Galler Zentrum für Zukunftsforschung (SGZZ) wurde 1968 gegründet, um Studien und Prognosen über die langfristige soziale und ökonomische Entwicklung zu erstellen. Die Forschungs- und Dienstleistungsbreite wurde seitdem stark vegrößert, um Forschung für den Bund, private Firmen aber auch Organisationen und Konzerne anbieten zu können.
  • Bereiche: Wirtschafts- und Staatspolitik, langfristige internationale Branchenstrategien, die Unternehmungspolitik in verschiedensten Wirtschaftszweigen, spezifische Fragestellungen auf ausgewählten Forschungsgebieten.
  • Hauptforschungsfelder: langfristige Marktentwicklung, sowie regionale, nationale und internationale Branchenprognosen, Szenariomanagement/Scenario Management.

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