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Aktuelle AK-Analyse der Salzburger Einkommen

1.516 Euro netto monatlich (14 Mal jährlich) beträgt das durchschnittliche Einkommen der unselbständig Erwerbstätigen im Bundesland Salzburg. Inflationsbereinigt bedeutet das einen realen Lohnzuwachs von 4,5 Prozent im Vergleich zum Jahr davor. „Neben der niedrigen Inflation liegt der Hauptgrund dafür in der 2015 beschlossenen Steuerreform, die 2016 in Kraft trat und sich erstmals voll auswirkt“, erklärt AK-Einkommensexperte Florian Preisig.

Salzburg bleibt im Österreichvergleich am vorletzten Platz

Trotz des realen Einkommensplus bleibt Salzburg im Bundesländer-Ranking Vorletzter. Auf Platz 1 mit fast exakt 200 Euro im Schnitt netto mehr (1.717 Euro) liegt Niederösterreich.

Der Grund liegt in der Salzburger Wirtschaftsstruktur: Im Vergleich zu anderen Bundesländern arbeiten überproportional viele Beschäftigte in Salzburg in den vergleichsweise niedriger bezahlten und teilzeitlastigeren Sparten Handel (1,3 Prozentpunkte über dem Österreichschnitt) sowie Beherbergung und Gastronomie

(5,8 Prozentpunkte über dem Österreichschnitt). Gleichzeitig ist der Anteil der Beschäftigten in der vergleichsweise besser entlohnten Produktion deutlich unterdurchschnittlich.

Flachgau Bezirkssieger

Innerhalb unseres Bundeslandes zeigt sich einmal mehr die Zweiteilung zwischen den südlichen Bezirken mit viel Tourismus und den industrielleren Bezirken im Norden. Im Jahr 2016 lag das Einkommen im Flachgau – der Bezirk mit den höchsten durchschnittlichen Einkommen – bei netto 1.691 Euro. Das sind um 175 Euro (oder 11,5 Prozent) mehr als der Landesschnitt und um fast ein Drittel, bzw. um 396 Euro mehr als die durchschnittlichen Einkommen im Pinzgau (1.295 Euro).

Jeder 3. Job ist Teilzeit

Der Anteil an Teilzeitbeschäftigungen lag im Jahr 2015 bei 32,1 Prozent. Geschlechtsspezifisch zeigt sich, dass nur etwa jeder 7. Mann (14,4 Prozent) Teilzeit arbeitet, bei den Frauen ist es hingegen jede Zweite (50,9 Prozent). 2016 hatten in Salzburg insgesamt 92.019 Personen einen Teilzeitjob. Und: Von den etwa 286.500 Beschäftigten in Salzburg arbeiteten lediglich die Hälfte ganzjährig Vollzeit (49,4 Prozent).

100.000 haben weniger als 1.000 Euro monatlich zur Verfügung

Eine weiteres Ergebnis der AK-Einkommensanalyse: 100.984 Salzburger Beschäftigte (35,2 Prozent) verdienen unter 1.000 Euro netto monatlich. Davon betroffen sind 43,6 Prozent der Frauen und 27,1 Prozent der Männer.

„Ein wichtiger Schritt auf dem Weg in Richtung höhere Einkommen ist aus meiner Sicht echte Wahlfreiheit bei Beruf und Familie“, sagt AK-Präsident Peter Eder, „niemand soll Teilzeit arbeiten müssen, nur weil es wegen der Betreuungssituation nicht anders geht. Deshalb macht sich die AK für qualitativ hochwertige und an die Arbeitszeiten der Eltern angepasste Kinderbetreuungsplätze stark.“

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