10.10.2017
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Beschäftigung steigt, Tourismus boomt, aber Einkommen stagnieren

Gegenüber Jänner 2016 kam es im Lungau zu einem Arbeitsplatzzuwachs von 175 Stellen, bzw. +2,5 Prozent. Damit war die Beschäftigungsentwicklung die stärkste im gesamten Bundesland und klar über dem Landesschnitt von plus 1,5 Prozent. Nur die Zuwächse im Flachgau (+2,3 Prozent) und im Pinzgau (+2,1 Prozent) waren ähnlich hoch. Vor allem die Zuwächse in den Gemeinden St. Michael (+78) und Tweng (+48) waren für diesen Anstieg verantwortlich.

Zugpferd Tourismus

Besonders hervorheben muss man die Bedeutung des Fremdenverkehrs für die Lungauer Wirtschaft – vor allem im Winter: Fast jeder 5. Arbeitsplatz befindet sich in diesem Zeitraum in der Tourismusbranche, während es im Sommer nur jeder 10. ist. Das zeigen die Zahlen: Gegenüber dem Jänner 2016 kam es zu einem Beschäftigungswachstum vor allem im Tourismus (+80), im Handel (+44) und erfreulicherweise auch in der Warenherstellung (+39). Zu deutlichen Verlusten kam es nur im Erziehungs- und Unterrichtsbereich (-46).

Beschäftigungsentwicklung 2012 - 2017

Längerfristig sind im Lungau 376 (+5,5 Prozent) neue Arbeitsplätze entstanden. Der Bezirk ist damit in diesem Zeitraum leicht über der landesdurchschnittlichen Entwicklung (+5,0 Prozent) gelegen und war der Bezirk mit der viertstärksten Entwicklung in den vergangenen 5 Jahren.

Arbeitslosigkeit geht stark zurück

Im 1. Halbjahr 2017 waren durchschnittlich 571 Personen im Lungau ohne Arbeit. Damit war der Rückgang der Arbeitslosigkeit mit einem Minus von 9,1 Prozent der stärkste aller Bezirke.

Zählt man zu den als arbeitslos Gemeldeten die Schulungsteilnehmer dazu zeigt sich, dass im 1. Halbjahr 2017 durchschnittlich 638 Personen im Lungau von Arbeitslosigkeit betroffen waren. Es ergibt sich ein Rückgang an Arbeitslosen plus Schulungsteilnehmer von 8 Prozent.

Im Vergleich mit dem Krisenhöhepunkt 2009 lag das Niveau im ersten Halbjahr 2017 um 23,6 Prozent niedriger als vor 8 Jahren.

Auch im Vorkrisenvergleich ist der Lungau der Bezirk mit dem niedrigsten Anstieg der Arbeitslosigkeit - minus 3,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2008.

Einkommen stagnieren

Das durchschnittliche Nettoeinkommen aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Salzburg lag 2015 bei 1.438 Euro (14 mal pro Jahr). Mit 1.343 Euro belegt der Lungau den vierten Platz im Bezirks-Ranking. Nur im Pongau (1.264 Euro) und Pinzgau (1.227 Euro) verdienen die Beschäftigten noch weniger.

Die Durchschnittseinkommen im Lungau sind seit dem Jahr 2012 um 4,6 Prozent gestiegen, das macht exakt 59 Euro aus. Real (unter Berücksichtigung der Inflation) bleiben den Lungauern und Lungauerinnen allerdings gleich viel wie 2012.

Tourismusfakten in Salzburg und im Lungau

Im Tourismusjahr 2015/16 wurden landesweit rund 27,7 Millionen Übernachtungen gezählt und das Rekordergebnis des Jahres 2014/15 sogar nochmals um etwa 1,5 Millionen Nächtigungen, bzw. 5,6 Prozent übertroffen. Diese Rekordsteigerung entfiel je zur Hälfte auf Nächtigungen im Winter- und Sommerhalbjahr. Im Vergleich zum Tourismusjahr 2006/07 stiegen die Nächtigungen im 10-Jahresvergleich um knapp 20 Prozent.

Auch im Lungau gab es 2015/16 ein Rekordergebnis mit rund 1,4 Millionen Nächtigungen. Das entspricht einer Steigerung von etwa 76.500 Nächtigungen oder 5,8 Prozent. Der Lungau ist damit wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt, nachdem er 2014/15 entgegen dem überaus positiven Landestrend als einziger Bezirk mit einem leichten Minus geschwächelt hatte. Im Winter 2016/17 haben die Nächtigungen auf der Basis der vorjährigen Rekordsaison auf hohem Niveau stagniert. Für das laufende Sommerhalbjahr zeichnet sich im Lungau allerdings eine neuerliche Rekordsaison ab, der Zuwachs liegt mit rund 10,3 Prozent beim doppelten des ohnehin hohen Landesdurchschnitts von 5,6 Prozent (Werte kumuliert bis Juli).

Trends im Lungauer Tourismus

Auch für den Lungau gelten die drei großen Entwicklungstrends der letzten Jahrzehnte:

  • Bereits in den 1980er Jahren haben die wertschöpfungsstärkeren Nächtigungen im Winter jene des Sommers überholt.
  • Bei den Nächtigungen findet in den letzten Jahrzenten eine starke Verlagerung von Privat-Zimmern und Wohnungen hin zu den wertschöpfungsstärkeren Nächtigungen in den gewerblichen Beherbergungsbetrieben statt.
  • Und: Bei den Nächtigungen in gewerblichen Beherbergungsbetrieben findet eine massive Verlagerung von den niedrigeren Kategorien hin zu den wertschöpfungsstärkeren höchsten Kategorien (4/5 Sterne) statt.

Nächtigungen sind also nicht gleich Nächtigungen – heute wird daraus eine ungleich höhere Wertschöpfung generiert als noch vor 20 oder 30 Jahren.

Beratungen im Lungau

Wich​ti​ge Termine im Lungau

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