24.3.2021

Pessimismus unter Salzburgs Beschäftigten gestiegen

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Stimmung unter den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern stark getrübt: Jede/r dritte Beschäftigte (ein Plus von über 70 Prozent) sieht die gesellschaftliche Zukunft negativ. Fast jeder fünfte (mehr als doppelt so viele wie im Jahr davor) hat Angst um die Zukunft seines Betriebs. Und fast 50 Prozent der Befragten kommt finanziell kaum oder gar nicht über die Runden.

Jährlich erhebt die Salzburger Arbeiterkammer mittels Arbeitsklima Index die Stimmung unter den Beschäftigten. Dabei geht es einerseits um die Zufriedenheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an und mit ihrem Arbeitsplatz. Zum anderen geht es auch darum, wie die Befragten ihre beruflichen Perspektiven und die gesellschaftliche Zukunft einschätzen.

Wenig überraschend hat die Corona-Pandemie auch im Arbeitsklima Index ihre Spuren hinterlassen. Der Arbeitsklima Index für Salzburg ist im letzten Jahr von 111 auf 108 Punkte zurückgegangen.


Abbildung 1: Verlauf Arbeitsklimaindex (normierter Wert) 2004-2020


Zufriedenheit in allen Bereichen gesunken

Die Zufriedenheit ist in allen Bereichen (Arbeit, Betrieb, Gesellschaft, Erwartungen) gesunken. Besonders die allgemeine Berufszufriedenheit, die von 78 auf 73 Punkte vergleichsweise stark zurück gegangen ist. Ebenfalls gesunken sind die Zufriedenheit mit dem Führungsstil durch den/die Vorgesetzte(n): Knapp 15 Prozent sind damit (sehr) unzufrieden, 2019 waren es 13 Prozent. Auch in puncto Mitbestimmungsmöglichkeiten ist die Unzufriedenheit der Beschäftigten gestiegen: 20 Prozent sind damit (sehr) unzufrieden, 2019 waren es 16 Prozent.

Pessimismus greift um sich

Die betriebliche und die gesellschaftliche Zukunft werden von den Beschäftigten zunehmend negativ eingeschätzt. Jede/r Dritte bewertet die gesellschaftliche Zukunft negativ, das entspricht einem Anstieg von 71 Prozent gegenüber 2019.

Das lässt sich auch auf betrieblicher Ebene nachweisen. Gegenüber 2019 sorgen sich mit 17 Prozent mehr als doppelt so viele Beschäftigte (Anstieg um 106 Prozent) um die Zukunft ihres Betriebs.

Schlechtes Auskommen mit Einkommen

Fast die Hälfte (47 Prozent) der Befragten kommen „gerade so“ oder gar nicht mit ihrem Einkommen aus. Für 6 Prozent reicht es de facto gar nicht aus. Vor allem Menschen mit niedriger formaler Bildung (nur Pflichtschule) sind betroffen: Hier reicht das Einkommen für 26 Prozent nicht aus, weitere 49 Prozent kommen damit gerade noch über die Runden.  

Abbildung 10: Auskommen mit dem Einkommen

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