3.7.2017
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Ärger im Urlaubsparadies – Familie hatte kein Dusch-Wasser im Zimmer

2016 ließen sich über 2.000 Konsumenten zum Thema Reisen im AK-Konsumentenschutz beraten. Meistens geht es um Gewährleistungsansprüche. Wir stehen dann mit Rat und Tat zur Seite: „Will der Reiseveranstalter nicht für gravierende Mängel im Urlaub einstehen, dann kämpfen wir dafür, dass die Urlauberinnen und Urlauber eine angemessene Entschädigung bekommen!“, sagt AK-Reiserechts-Expertin Andrea Kinauer.

Desolates Zimmer ohne Dusche für 3-köpfige Familie

Ein aktueller Fall sorgt für besonders heftiges Kopfschütteln: Familie R. aus Salzburg buchte eine einwöchige Pauschal-Flugreise nach Ägypten. Dort nahm das Unglück seinen Lauf: Die Dusche am Zimmer funktionierte nicht. Die Mutter musste mit ihren beiden Kindern die ganze Woche über die Dusche am Pool der Hotelanlage verwenden, weil es im Badezimmer kein Wasser gab. Allein das ist schon unzumutbar. Zudem waren die Lichtschalter verschmutzt, die Eingangstüre desolat und Türen und Boden insgesamt an vielen Stellen schmutzig und beschädigt. Die Familie reklamierte vor Ort, es wurde aber nichts repariert geschweige denn ein anderes Zimmer angeboten. Dann bot der Reiseveranstalter einen 50 Euro Gutschein an. „Zu wenig, sagt Andrea Kinauer, gemäß der Frankfurter Tabelle zur Reisepreisminderung sind wegen der Schwere der Mängel hier 20 Prozent des Reisepreises als Rückerstattung angemessen – und zwar nicht als Gutschein!“ Mittlerweile erklärte sich der Veranstalter bereit, 240 Euro in bar auszubezahlen.

Das Reiseziel muss halten, was Hochglanzprospekte versprechen

Reiseprospekte dürfen ein Urlaubsziel nicht schönfärben. „Was in der Werbung beschrieben, mit Bildern dargestellt und versprochen wird, das ist Bestandteil des Vertrages zwischen Kundinnen und Kunden und dem Veranstalter“, erklärt Kinauer. Fehlt etwas, dann hat man Anspruch auf Gewährleistung. Wird die Situation vor Ort nicht durch das Hotel oder den Veranstalter berichtigt, sollte man Beweise sichern und sich diese so genannte Mängelrüge von der Reiseleitung bestätigen lassen.

Unsere Expertinnen und Experten helfen dabei, Ansprüche unverzüglich, detailliert und schriftlich beim Veranstalter geltend zu machen. „Lassen Sie sich nicht mit Gutscheinen abspeisen. Sie haben ein Recht auf Geldersatz“, sagt Andrea Kinauer.

Obacht gilt bei schwammigen Aussagen wie: „zentrale Lage“, „meerseitig“, „internationale Küche“. Das kann Lärm, trotzdem keinen Meerblick und Standardkost bedeuten. „Ein ´schöner Strand´ muss nicht immer ein Sandstrand sein. ´Strandnah´ kann bedeuten, dass Straßen gequert und marschiert oder mit dem Bus gefahren werden muss. Denn trotz der so genannten Prospektwahrheit: Ein Auslegungsspielraum blumiger Formulierungen bleibt“, warnt AK-Expertin Kinauer.

Unsere Tipps
  • Bei Buchungen im Internet ist es ratsam, sich über den Veranstalter und seine Vertragsbedingungen zu informieren. 
  • Bei Problemen am Urlaubsort Beweise sichern (Fotos, Videos, Zeugenaussagen).
  • Bei Mängeln sofort Verbesserung verlangen und beim Reiseleiter  vor Ort Beschwerde einreichen.
  • Nach der Rückkehr sollten unverzüglich die am Urlaubsort festgestellten Mängel reklamiert werden, wenn diese nicht behoben wurden. Die AK-Konsumentenberaterinnen und -berater sind dabei gerne behilflich (0662 8687-92).

Wir bieten pünktlich zu den Ferien alle Infos rund ums Reisen

Der Beratungsalltag der AK  zeigt: Derartige Probleme treten häufiger als gedacht auf. Damit die Reisenden wissen, was im Fall der Fälle zu tun ist, bieten wir in einem Reise- und Urlaubs-Special die wichtigsten Infos rund um das Thema. Nachfragen ist ausdrücklich erwünscht.

Die AK-Beraterinnen und -Berater kommen direkt zu den Urlauberinnen und Urlaubern: Von 7. Juli bis 13. August verteilen Sie am Flughafen Salzburg nützliche Infomaterialien. Die Broschüren enthalten die nötigen Tipps um sich Geld und Ärger zu sparen. Am 10. Juli und am 10. August gibt es zudem einen Infostand im Europark.

AK-Präsident Siegfried Pichler: „Als Interessenvertretung der Beschäftigten und der Konsumentinnen und Konsumenten ist unser Ziel die bestmögliche Beratung und Information der Salzburgerinnen und Salzburger. Damit der Urlaub auch wirklich erholsam ist!“

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