15.1.2018
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Jeder 4. Gutschein ist befristet

Gutscheine liegen voll im Trend. Das Gute an Gutscheinen ist, die Beschenkten können sich selbst aussuchen, was sie möchten und sich damit auch Zeit lassen. „Aber nicht allzu lange“, betont AK-Konsumentenschützer Peter Niedermayr.

Wenn ein Gutschein keine Befristung hat, dann kann man annehmen, dass er 30 Jahre gilt. „Befristungen sind möglich, allerdings muss ein guter und insbesondere auch triftiger Grund für eine solche Befristung gegeben sein“, so der AK-Experte.

Je kürzer die angegebene Verjährungsfrist bei Wertgutscheinen ist, desto triftiger muss der Grund des Ausstellers sein. Kürzer als zwei Jahre sind definitiv nicht zulässig – dazu gibt es bereits entsprechende Entscheidungen des Obersten Gerichtshofes.

Dieses Urteil bringt einen erheblichen Fortschritt für Konsumenten in Österreich. „Insbesondere können Gutscheine mit einer Befristung von 2 Jahren oder weniger nach Ablauf der Frist nicht mehr für gänzlich wertlos erklärt werden“, sagt Peter Niedermayr. „Der Konsument kann vom Gutscheinaussteller verlangen, dass der Gutschein verlängert wird oder dass ihm der Gutscheinwert bzw der Kaufpreis erstattet wird.“

Jeder vierte Gutschein befristet

Wir wollten wissen, wie Salzburgs Händler die Befristungen bei Gutscheinen handhaben. Im Rahmen der Erhebung befragten unsere Kolleginnen und Kollegen 60 Geschäfte. Das Resultat: Jeder Vierte befristet die Gutscheine. Von 60 Händlern versehen 16 ihre Wertgutscheine mit einem Ablaufdatum.

Abgelaufene Gutscheine aufbehalten

„Abgelaufene Gutscheine sollte man dennoch nicht wegwerfen“, so der AK-Konsumentenschützer: „Es kann nie schaden mit dem Unternehmer, mit dem Aussteller des Gutscheines Kontakt aufzunehmen, um eine einvernehmliche Lösung zu finden.“

Und falls doch ein Gutschein verloren geht und nach langer Zeit wieder auftaucht – vielleicht sogar noch mit Schilling-Währung – gibt es einen offiziellen Umrechnungskurs. Das heißt, auch diese Gutscheine kann man laut dem Experten noch einlösen.

Um Diskussionen oder gar einen Rechtsstreit zu vermeiden, empfiehlt die Arbeiterkammer aber grundsätzlich Gutscheine möglichst rasch einzulösen. Durch die Inflation verliert er an Wert, auch ein Konkurs des ausstellenden Unternehmens kann immer passieren.

AK Salzburg hilft!

Wer einen abgelaufenen Gutschein zu Hause hat, kann mit einem Musterbrief die Einlösung oder die Rückzahlung des Gutscheinwertes fordern. Wenn das Unternehmen Ihnen nicht entgegenkommen will, dann hilft der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Salzburg unter T: +43 (0)662 8687-90.

TIPP

Mit unserem Musterbrief können Sie die Einlösung oder die Rückzahlung des Gutscheinwertes bzw. des Kaufpreises fordern.


Gutschein abgelaufen?

Als Hannes A. seinen Geschenkgutschein bei einer Modekette einlösen wollte, hieß es: „Gültigkeit abgelaufen!“ Kann das so rechtens sein?

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