Festtagsschinken kann bedenkenlos verzehrt werden

Gute Nachrichten für alle Schinken-Liebhaber. Die AK-Konsumentenschützer haben das beliebteste Wurst-Produkt von Herrn und Frau Österreicher unter die Lupe genommen und sind dabei zu erfreulichen Ergebnissen gekommen. Alle 25 getesteten Produkte wiesen keinerlei gesundheitlich bedenklichen Keime auf. Lediglich 6 Produkte überschritten die Richtwerte für Gesamtkeimzahl und Milchsäurebakterien, ein Verzehr wäre jedoch bedenkenlos möglich gewesen.

Unsere Konsumentenschützer kauften die 25 Produkte unterschiedlicher Hersteller in sechs Supermarktketten und Discountern. Getestet wurden sowohl Bio- als auch konventionelle Produkte. Der Preis der Schinken lag zwischen 6 und 36,13 Euro pro Kilogramm, wobei hier unterschiedliche Qualitäten getestet wurden. Die Untersuchung wurde durch ein akkreditiertes Salzburger Messlabor durchgeführt.

Alle 25 getesteten Produkte konnten ohne gesundheitliche Bedenken verzehrt werden.

  • 9 Produkte wurden mit sehr gut bewertet. Alle gefundenen Werte lagen unter der festgelegten Bestimmungsgrenze oder ganz unter einer Nachweisgrenze.
  • 10 Produkte wurden als gut eingestuft. Bei ihnen konnten Keimzahlen bei mehreren Parametern gefunden werden. Sie lagen jedoch unter den Richtwerten der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM).

  • 6 Produkte wurden als zufriedenstellend gewertet. Bei ihnen wurden die Richtwerte für Gesamtkeimzahl und Milchsäurebakterien überschritten. Gesundheitlich bedenkliche Keime wurden jedoch keine gefunden. Bei der professionellen Überprüfung der Sensorik durch (Geruch, Geschmack, Aussehen) gab es keine Beanstandung. Andernfalls wären die Proben mit nicht zufriedenstellend beurteilt worden.

„Erhöhte Gesamtkeimzahlen und Milchsäurebakterien sind ein Hinweis auf eine zu hohe Lagertemperatur oder eine im Lauf des Transports und der Zwischenlagerung unterbrochene Kühlkette“, erklärt AK-Konsumentenschützer Stefan Göweil.

Schinken – eine leichte Kost

Für die Untersuchung wurden ausschließlich Kochschinken untersucht. Schinken ist im Vergleich zu anderen Wurstsorten fettarm. So enthalten Beinschinken oder Pressschinken im Schnitt zwei bis vier Prozent Fett, während Extrawurst im Schnitt 20 Prozent Fett enthält. Mit über 30 Prozent Fettanteil gehören Salami und Mortadella zu den fettesten Wurstsorten. Das schlägt sich auch im Nährwert nieder. Schinken haben im Schnitt 100 bis 150 kcal je 100 Gramm, während es Salami aus Schweinefleisch auf 400 bis 500 kcal je 100 Gramm bringt.

Tipps: Das gilt es bei Schinken und Co. zu beachten

  • Nach dem Kauf sollten Frischprodukte, das gilt auch für verpackte Ware, so rasch wie möglich in den Kühlschrank.
  • Richtige Lagerung im Kühlschrank: Fleisch- und Wurstwaren gehören oberhalb des Gemüsefachs auf der untersten Platte gelagert. Dort sollten bei richtiger Einstellung 4 bis 5 Grad herrschen.

  • Bei Fleisch- und Wurstwaren sollte das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum wirklich eingehalten werden. Besser ist es sogar, die Produkte vorher zu verbrauchen. Das gilt speziell für bereits aufgeschnittene Ware.
  • Geöffnete Wurstwaren sind so rasch als möglich zu verbrauchen. Bei solchen Produkten vermehren sich ab dem Zeitpunkt der Öffnung auch im Kühlschrank die Keime.

Übersicht

Hier können Sie eine Übersicht der getesteten Produkte inklusive Bewertung herunterladen.

Links

Kontakt

  • © 2021 AK Salzburg | Markus-Sittikus-Straße 10, 5020 Salzburg, +43 (0)662 86 87

  • Datenschutz
  • Impressum