01.08.2019

Acrylamid im Kaffee - der Muntermacher auf dem Prüfstand

Spätestens seit der Pommes-Verordnung der EU von 2018 ist Acrylamid in Lebensmitteln ein Dauerbrenner. Diese Substanz steht laut WHO in Verdacht, krebserregend zu sein. Durch die Hitze beim Rösten kann dieser Stoff auch im Kaffee entstehen. Deshalb hat die AK den beliebten Muntermacher auf die Probe gestellt. Mit positivem Fazit: Keines der getesteten Produkte erreichte den Richtwert, lediglich drei der Kaffeesorten hatten einen erhöhten Wert.

Österreich ist eine Kaffeetrinker-Hochburg: durchschnittlichen 3 Tassen täglich rinnen durch unsere Kehlen. Acrylamid ist zwar auch in anderen Produkten, etwa Pommes, Kartoffelchips oder Knäckebrot enthalten – jene werden aber im Gegensatz zum klassischen „Frühstückskaffee“ in der Regel nicht täglich konsumiert. Mit jeder Tasse Kaffee holt man sich seine Dosis Acrylamid ab – da kann über den Tag verteilt schon was zusammenkommen.

Gesundheitsrisiko Acrylamid

Die internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben Acrylamid für Menschen als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Bei Tierversuchen gab es schockierende Erkenntnisse – von erhöhter Krebserkrankung, verändertem Erbgut und geschädigten Nerven ist hier die Rede. Der Richtwert, der nicht überschritten werden soll, liegt bei 400 µg Acrylamid pro kg Kaffee.

Gute Nachricht für Kaffeeliebhaber

Gleich vorweg: Die Testergebnisse sind positiv. Es wurden insgesamt 28 Röstkaffeeprodukte erhoben - keine einzige Probe hat den festgesetzten Richtwert überschritten, lediglich drei Sorten kamen dem Richtwert nahe.

Verbesserungen möglich

Trotz dieser guten Resultate fordern wir vom Gesetzgeber eine Senkung des Richtwertes für Acrylamide. Einerseits, um mögliche Gesundheitsrisiken zu minimieren und anderseits, um Druck auf die Unternehmen auszuüben, den Röstvorgang weiter zu optimieren. Dass ein nahezu acrylamidfreier Kaffeegenuss möglich ist, zeigen 6 Produkte, deren Werte unter der Nachweisbarkeitsgrenze liegen.

Positiv

Beide Salzburger Röstereien, die kleinen Spezialröstereien „220 Grad“ und die „Rösterei Naturkaffee“, schnitten sehr gut ab.

Der Preis ist heiß

Der teuerste Kapselkaffee kostet je Kilogramm 71,70 Euro und der günstigste 34,31 Euro. Der teuerste Mahlkaffee kostet je Kilogramm 15,98 Euro und die billigsten Marken 4,38 Euro. Bei ganzen Bohnen kostet die teuerste je Kilogramm 33 Euro (Spezialrösterei) und die billigsten Marken 11,98 Euro.

Die Ergebnisse

3 von 28 Produkten wiesen einen erhöhten Wert auf. Tabelle herunterladen

Acrylamid

Diese Substanz entsteht bei der Erhitzung von Lebensmitteln. Mehr dazu ...

facts zum kaffee

Österreich ist ein Kaffeetrinkerland. Mehr dazu ...

die erhebung

28 Kaffeeprodukte auf dem Prüfstand. Mehr dazu ...

Die Ergebnisse

3 von 28 Produkten wiesen einen erhöhten Wert auf. Tabelle herunterladen

das fordern wir

Mehr Forschung und Senkung der Richtwerte. Mehr dazu ...

TIPPS

"Vergolden statt verkohlen" und "goldgelb statt goldbraun". Mehr dazu ...

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Kontakt

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