5.4.2017
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Heimischer Leberkäse hat Top-Qualität

Das klassische „Leberkas-Semmerl“ ist nach wie vor einer der beliebtesten Snacks bei vielen Salzburginnen und Salzburgern. Aus diesem Grund wollte die Arbeiterkammer Salzburg wissen, wie es mit der Qualität aussieht und hat im März in insgesamt 15 Geschäften entsprechende Proben eingekauft. Danach wurden diese von einem akkreditierten Institut für Lebensmitteluntersuchung in Salzburg überprüft. Eingekauft wurde bei acht Fleischereien und sieben Handelsbetrieben in der Stadt Salzburg und Umgebung. Es wurde ausschließlich offen angebotene Ware eingekauft.

Die letzte Leberkäse-Erhebung der Arbeiterkammer fand im Jahr 2010 statt. „Das Ergebnis war damals sehr erfreulich, denn alle Proben waren in Ordnung, „sagt AK-Konsumentenschützer und Erhebungs-Leiter Stefan Göweil, „Wir wollten wissen, ob diese Qualität gehalten werden konnte, oder ob sich etwas geändert hat.“

Qualität nach wie vor top

Auch dieses Mal das erfreuliche Ergebnis: Einer gschmackigen Leberkäsjause steht in Salzburg nichts im Wege. „Alle von uns übermittelten Proben hielten der strengen  Überprüfung stand. Die im Lebensmittelhandbuch festgelegten Qualitätsstandards wurden eingehalten. Eine hygienisch bedenkliche oder gar verdorbene Probe war nicht dabei“, berichtet Göweil.

Große Preisunterschiede – bis zu 50 Prozent

Aber: Der Kilopreis betrug beim günstigsten Leberkäse 10,90 Euro, beim teuersten 16,39 Euro – also um fast 50 Prozent kostspieliger. Im Durchschnitt kostet ein Kilo Leberkäse also 13,70 Euro. Vergleicht man das mit den Preisen im Jahr 2010, war die Preiserhöhung mit 12,57 Prozent relativ moderat und lag sogar unter der Inflationsrate (+14,10 Prozent).

Untersucht wurde übrigens, ob der Leberkäse den Bestimmungen des österreichischen Lebensmittelcodex entspricht. Dazu wurden die Proben organoleptisch sowie chemisch/physikalisch untersucht. Bei der organoleptischen Überprüfung werden die Oberfläche, das Schnittbild, die Farbe, die Konsistenz, der Geruch sowie der Geschmack untersucht. Bei der chemischen beziehungsweise physikalischen Analyse werden Kriterien wie der Wassergehalt, der Fettgehalt und der Eiweißgehalt untersucht.

Leberkäse um einen Hauch gesünder geworden

Es bleibt aber ein „fetter“ Beigeschmack: So gut – speziell für Fleischtiger – eine gschmackige Leberkäsejause auch sein mag, so viel Fett enthält dieser leider auch. Durchschnittlich aus 22,5 Prozent Fett bestanden die 15 untersuchten Proben. Wobei der fettreichste Leberkäse es auf über 28 und der fettärmste auf 18 Prozent Fettanteil gebracht haben.

Die Ampel für Nährwertaufnahme bei Fett steht damit eindeutig auf „Rot“. „Trotzdem bleibt positiv anzumerken, dass sich der durchschnittliche Fettanteil seit der Erhebung 2010 um 3,5 Prozent zurückgegangen ist. Der Trend geht also in Richtung fettärmere Produkte“, resümiert AK-Konsumentenschützer Göweil und meint: „Einer – nicht zu häufigen – Jause mit Leberkäse steht den Salzburgerinnen und Salzburgern somit nichts im Wege.“ 

Wissenwertes rund um den Leberkäse

Woher kommt der Name „Leberkäse“? Eine der gebräuchlichsten Erklärungen lautet: Die Form gab ihm seinen Namen, denn sie erinnert an die Form eines Laib Käses.

Und für alle, die noch immer glauben, die beliebte Jause hätte etwas mit Leber, sprich Innereinen, zu tun: Definition nach dem österreichischem Codex (Lebensmittelbuch): Keine Leber drinnen! Sondern: Leberkäse ist eine Brühwurstsorte aus Rind-und/oder Schweinefleisch, Speck, Wasser, Kartoffelstärke und diversen Gewürzen wie Knoblauch, Pfeffer, Muskatblüte, Piment, Zwiebel und Paprika edelsüß, die in einer eckigen Pastetenform gebacken, selten auch gedämpft wird.

Herzhafte Variationen

Leberkäse mit Einlagen

  • Leberkäse wird mitunter auch mit einer Käseeinlage vom Typ Emmentaler, bzw. Bergkäse hergestellt. Auch andere Einlagen wie Salami, Champignons, Oliven, Pfefferoni oder Chili werden verwendet.

Pferdeleberkäse und Leberkäse aus Wildbret

  • Wird das Fleisch anderer Tiere für die Herstellung von Leberkäse verwendet, muss dies ausdrücklich angegeben werden wie etwa beim Pferdeleberkäse oder Wildbret.

Holzofenleberkäse

  • Eine besondere Spezialität ist der Holzofenleberkäse, der bei offenem Feuer im Holzofen gebacken wird.

Neuburger

  • Als weitere beliebte Leberkäsevariante  gilt der aus dem Mühlviertel stammende „Neuburger“. Er besitzt einen geringeren Schweinefettanteil als herkömmlicher Leberkäse und wird vorwiegend kalt in dünnen Scheiben geschnitten angeboten.

Nuss-Nougat-Cremes auf dem Prüfstand

Die AK hat 15 Nuss-Nougat Cremes auf gesundheitlich bedenkliche Stoffe getestet. Fazit: In allen wurden Spuren davon gefunden.

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Verwandte Links

Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK