9.7.2021

Teure Fahrt in den Urlaub: Extreme Preissteigerungen bei Treibstoffen

Die Treibstoffpreise sind innerhalb der vergangenen 12 Monate deutlich gestiegen. Der Durchschnittspreis beträgt aktuell 1,341 Euro (Super) und 1,276 Euro (Diesel). Super wurde im Schnitt somit um 21,03 Prozent teurer, während der Preis für Diesel um 20,72 Prozent zulegte. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern schlägt sich das mit Zusatzkosten von 11,65 Euro (Super) bzw. 10,95 Euro (Diesel) zu Buche. „Der starke Anstieg bei den Treibstoffpreisen begann mit Ende des Jahres 2020. In Kombination mit den steigenden Mieten, ist er der Hauptgrund für die steigende Inflation“, weiß Konsumentenschützer Göweil.

Die Preise für Treibstoffe zogen nicht in allen Bezirken gleichmäßig an. Am günstigsten sind Autofahrer in der Stadt Salzburg unterwegs. Hier liegen die Preise rund 3,3 Prozent unter dem Salzburg-Schnitt. Ebenfalls etwas günstiger als im Landesschnitt tanken die Autofahrer im Flachgau mit einer Differenz von -1,04%. Die restlichen Bezirke liegen ziemlich genau im Durchschnitt. Einziger Ausreißer ist und bleibt der Lungau. Hier fehlt auch weiterhin ein Preisbrecher in Form einer Diskont-Tankstelle, wodurch die Lungauer Autofahrerinnen und -fahrer um gut 5,3 Prozent teurer tanken, als im Rest von Salzburg. „Es ist nur ein schwacher Trost, dass im Lungau die Preise deutlich weniger stark gestiegen sind, als in den restlichen Gauen“, so Göweil. (+12,03% bei Super, 13,02% bei Diesel).

AK-Tipp: 

Weiterhin hoch sind die Preisunterschiede zu den Autobahntankstellen. Entlang der Autobahn müssen Autofahrer für Super 26,82% und für Diesel 30,22% mehr bezahlen. Der AK-Experte rät daher dazu vor längeren Reisen vor der Auffahrt auf die Autobahn das Auto unbedingt noch einmal vollzutanken. Dieser Tipp empfiehlt sich auch bei Fahrten ins Ausland. In den bei Österreichern beliebten Urlaubsländern Italien und Kroatien liegen aktuell die Preise für Super bei 1,65 Euro (I) bzw. 1,47 (Kro) und für Diesel bei 1,51 (I) bzw. 1,39 (Kro). „Wer vor Grenzübertritt noch einmal volltankt, kann sich eine schöne Summe Geld sparen“, weiß der Konsumentenschützer. Alternativ kann bei Fahrten nach Kroatien bei einem Zwischenstopp in Slowenien getankt werden. Dort beträgt der Preis im Schnitt für Benzin 1,25 Euro bzw. für Diesel 1,29 Euro und liegt somit unter den Preisen in Österreich.

Empfindliche Teuerung auch bei Heizöl

Ähnlich wie bei den Treibstoffen ist es beim Heizöl im Lauf des vergangenen Jahres zu erheblichen Preissteigerungen gekommen. Bei Abnahmemengen von 1.000 Litern lag die Erhöhung bei 34,21% (Mehrkosten: 218,20 Euro). Bei 2.000 Litern betrug diese 33,21% (Mehrkosten: 398,60 Euro) und bei 3.000 Litern immer noch 31,23% (Mehrkosten: 554,10). Konsumentenschützer Göweil rät Heizölkäuferinnen und -käufern zur Einholung mehrerer Angebote: „Bei großen Abnahmemengen können schon wenige Cent Preisunterschied große Auswirkungen haben. Wo möglich, empfiehlt sich die Bildung von Einkaufsgemeinschaften.“ 

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