Ruhe vor dem (Oster-)Sturm: Super und Diesel wurden billiger

Unsere Konsumentenschützer haben aktuell die Preise von 182 Tankstellen im Bundesland Salzburg erhoben und ausgewertet:

Der Durchschnittspreis im ganzen Bundesland Salzburg beträgt im März dieses Jahres für Super 1,194 Euro und für Diesel 1,134 Euro je Liter. Das sind gegenüber Dezember 2017 bei Super um 2,45 Prozent und bei Diesel um 2,41 Prozent weniger; bei einem 50-Liter-Tank bringt das eine Ersparnis von 1,50 Euro bzw. 1,40 Euro.  

„Ob diese positive Entwicklung bis Ostern anhält, ist mehr als fraglich“, so AK-Konsumentenschützer Stefan Göweil. „Nicht selten erhöhen die Tankstellenbesitzer die Preise knapp vor den Feiertagen, um das Geschäft anzukurbeln. Deswegen sollten diejenigen Salzburgerinnen und Salzburger, die zu Ostern eine längere Strecke zurücklegen möchten, entweder sobald wie möglich tanken, genau die Preise vergleichen oder gezielt Diskonter-Tankstellen anfahren.“

Bezirksvergleich: Lungau bleibt Schlusslicht

Unangetastet von der Preisentwicklung bleibt die Benachteiligung des Lungaus. Salzburgs südlichster Bezirk liegt deutlich über dem Landesschnitt: Nämlich um 9,72 Prozent bei Super und 8,47 Prozent bei Diesel. Am billigsten tanken die Salzburgerinnen und Salzburger in der Landeshauptstadt: Sie zahlen um 4,19 Prozent weniger als der Super-Landesschnitt und um 2,73 Prozent weniger als der Diesel-Landesschnitt.  

In Euro: Für einen 50-Liter-Tank müssen die Menschen im Lungau bei Super um 5,80 Euro und bei Diesel um 4,80 Euro mehr berappen als im Landesdurchschnitt. Noch krasser ist der Preisunterschied im Vergleich zur Stadt Salzburg: 8,30 Euro (Super) und 6,40 Euro (Diesel). 

So ausgeprägt war der Preisunterschied des Lungaus zum Landesschnitt noch nie. Die Ursache liegt laut Stefan Göweil im Fehlen von potentiellen Preisdrückern. Wieder ein deutlicher Hinweis, wie wichtig Diskonter für die Entwicklung eines Preiswettbewerbs und eine damit verbundene Kostensenkung sind. 

Salzburgs Autobahntankstellen teurer als in Bayern

Keine Überraschung brachte der Autobahntankstellen-Vergleich. Die Tankmöglichkeiten an den Autobahnen bleiben nicht nur extrem teuer, die Preise driften auch immer weiter auseinander: So kostet Superbenzin auf den Autobahnen mittlerweile im Schnitt um 29 Prozent, Diesel um 30 Prozent mehr. Das bedeutet beim Tanken von 50 Litern Super oder Diesel derzeit Mehrkosten von rund 17 Euro. Im Vorjahr betrug der Unterschied noch 23,8 Prozent bzw. 14 Euro.  

Generell ist Salzburg bei den Treibstoffen günstiger als Bayern (Stand März 2018: Super -13,20 Prozent und Diesel -6,42 Prozent). Kurioserweise gilt das aber nicht für Autobahntankstellen. Denn Salzburgs Autobahntankstellen waren im Test teurer. „Einen plausiblen Grund, der solch hohe Preise rechtfertigt, gibt es nicht“, so Stefan Göweil. „Das kann ich mir nur mit bewusst sehr hoch angesetzten Preisen der österreichischen Mineralölkonzerne erklären.“ Im Vergleich: In Deutschland liegt der Preis-Unterschied zwischen Autobahntankstellen und Tankmöglichkeiten abseits der Autobahnen bei 12 Prozent – in Salzburg bei 30 Prozent. 

AK-Treibstoff-Tipps

  • Mit diesem Rechner finden die Autofahrer schnell die günstigste Tankstelle. Wenn möglich zwischen 11 und 12 Uhr tanken, die ungünstigste Zeit ist zwischen 12 und 14 Uhr.
  • Und: Autobahntankstellen vermeiden!

Heizöl moderat teurer geworden

Im Rahmen des AK-Tests wurde auch die Entwicklung der Heizölpreise unter die Lupe genommen: Seit der vergangenen Erhebung im Dezember 2017 blieb der Heizölpreis stabil. Bei einer Abgabemenge von 3.000 Liter kostet ein Liter Heizöl 71,86 Cent. Der Jahresvergleich zeichnet ein anderes Bild: Im Vergleich zur vergangenen Erhebung im März 2017 stiegen die Preise für 1.000 Liter um 5,30 Prozent (40,80 Euro), für 2.000 Liter um 7,33 Prozent (99,20 Euro) und bei 3.000 Liter um 7,01 Prozent (141,30 Euro).  

In Salzburg sind besonders viele Menschen von den hohen Heizölpreisen betroffen. Laut Statistik Austria verwenden rund 20 Prozent der Haushalte Öl als Heizmaterial – was weit über dem österreichweiten Schnitt liegt.  

AK-Experte Göweil empfiehlt allen Heizölkäufern: „Unbedingt mehrere Angebote einholen. Bei großen Abnahmemengen können schon wenige Cent Preisunterschiede pro Liter große Auswirkungen haben. Bei kleineren Abnahmemengen (500 bis 1.000 Liter) sind die Preisunterschiede stärker ausgeprägt und deshalb lohnt es auch hier die Preise zu vergleichen und mehrere Angebote einzuholen!“

fälle aus der praxis

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