19.12.2019

Neues vom AK-Warenkorb

Die neueste AK-Preisanalyse ist da – die Ergebnisse: Seit Erhebungsbeginn vor 11 Jahren sind die Preisunterschiede zu Deutschland teils deutlich gesunken. Sogar bei den Markenwaren ist ein Trend zu günstigeren Preisen – wenngleich von sehr hohem Niveau ausgehend – feststellbar. Marken-Körperpflegeprodukte sind bei uns im Schnitt aber noch immer um gut 55 Prozent teurer. Der kleine Warenkorb ist hierzulande seit dem Vorjahr übrigens im Schnitt um fast 7 Prozent teurer geworden – weit über der Inflation (rund 1 Prozent).

Seit 2008 erheben die Konsumentenschützer der Salzburger Arbeiterkammer die Preise für Güter des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Körperpflege- und Reinigungsprodukte. Seit dem Jahr 2011 wird zusätzlich ein Marken-Warenkorb erhoben. Außerdem erfolgt ein Preisvergleich mit dem angrenzenden Bayern.

Markenwaren: Leichte Tendenz nach unten

Der Markenwarenkorb setzt sich aus 147 Markenartikeln zusammen und ist in seit 2011 nahezu gleich geblieben. Entscheidend für die Auswahl der Produkte ist, dass diese bekannt, gängig und in beiden Ländern identisch verfügbar sind. Wichtig: Alle Ergebnisse wurden mit steuerbereinigten Daten gerechnet. So haben sich die Preise für Markenwaren im Vergleich zu Deutschland entwickelt:

  • Lebensmittel sind 2019 in Salzburg im Schnitt beim Nettopreis um 12,78 Prozent (15,56 Euro) teurer als in Freilassing. Zum Vergleich:
    2012 waren es noch 21,43 Prozent Unterschied.
  • Körperpflegeprodukte sind aktuell in Salzburg im Schnitt beim Nettopreis um 55,18 Prozent oder 74,36 Euro teurer als in Freilassing. 2012 waren es 62,55 Prozent.
  • Reinigungsmittel kosten 2019 in Salzburg im Schnitt um
    37,25 Prozent mehr als in Freilassing. (Keine Euroangabe, da hier teilweise mit den Grundpreisen gerechnet wurde und ein Vergleich deshalb nicht möglich ist). Zum Vergleich: 2012 lag der Unterschied noch bei 41,30 Prozent.

Übrigens: Bleibt man bei den Markenwaren in Salzburg, lässt sich im Jahresvergleich feststellen, dass Lebensmittel um rund 2 Prozent und Körperpflegeprodukte um 0,39 Prozent günstiger geworden sind. Reinigungsmittel hingegen sind heuer um 8,48 teurer als noch vor einem Jahr.

AK-TIPP

 „Drogeriewaren sollte man im Supermarkt nur im Einzelfall kaufen. Günstiger – im Schnitt um 13 Prozent - fährt man bei diesen Produktgruppen in Drogeriemärkten“, weiß unser Konsumentenschützer Stefan Göweil.

Preise in Salzburg weit über Teuerung gestiegen

Richtet man den Blick lediglich auf Salzburg und das jeweils billigste Produkt, ist im Jahresvergleich eine signifikante Preissteigerung festzustellen. Dieser so genannte „kleine Warenkorb“  umfasst 54 Produkte mit Artikeln des täglichen Bedarfs. Hier wurde in jedem Supermarkt das günstigste Produkt erhoben. Auch Aktionspreise wurden dabei berücksichtigt – allerdings nicht, wenn sie an eine bestimmte Mengenabnahme oder Kundenkarten gebunden sind.

Ergebnis: Im Vergleich zum Herbst 2018, wurde der kleine Warenkorb um 6,74 Prozent teurer. Das ist weit höher als der VPI, der im selben Zeitraum um 1,1 Prozent gestiegen ist. 

Wer ist in Salzburg am billigsten?

Den günstigsten, kleinen Warenkorb fanden wird bei Lidl, vor Hofer, Norma und Penny. Lidl liegt im Vergleich zum Gesamtdurchschnitt (auf Basis der Grundpreise) um 10,62 Prozent, Hofer um 8,04 Prozent, Norma um 7,6 Prozent, Penny um 7,02 Prozent und Euro-/Interspar um 1,06 Prozent unter dem Durchschnitt des gefundenen Preisniveaus aller erhobenen Geschäfte.

Knapp darüber lagen Maxi Markt (+2,81 Prozent), Spar (+5,40 Prozent), gefolgt von Merkur (+8,92 Prozent) und Billa (+9,29 Prozent). Auch hier gilt: Die größten Unterschiede zwischen den einzelnen Betrieben sind bei den Drogeriewaren zu finden.

 „Selbstverständlich ist uns bewusst, dass solche Erhebungen nur Momentaufnahmen einer Preissituation darstellen können. Doch faire Preise, besonders wichtig für einkommensschwache Haushalte, sind ein Kernanliegen der AK. Deshalb werden wir weiter am Ball bleiben und nicht nachvollziehbare Preisunterschiede auch weiterhin aufzeigen.“ 

Peter eder

AK-Präsident

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