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Die AK testete 96 Schischulen im Bundesland Salzburg

Rechtzeitig vor den Semesterferien hat die AK-Konsumentenberatung in einer umfassenden Erhebung die Preise vieler Salzburger Kinder-Schischulen (ab vier Jahren) und Schikindergärten – 96 an der Zahl – erhoben. Die Erhebung wurde zwischen Dezember 2016 und Jänner 2017 durchgeführt und hat gezeigt, dass die Preise im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2004 gestiegen sind – teils deutlich. 

Die Erhebung hat gezeigt:

  • Halbtageskurse kosten zwischen € 30 und € 77
  • 1-Tageskurse gibt´s von € 50 bis € 112
  • 3-Tageskurse kosten von € 125 bis € 230
  • 5-Tageskurse kosten zwischen € 150 und € 267

Was kosten Schischul-Kurse?  

Heute kostet der Tag in einer Kinderschischule durchschnittlich 71 Euro, im Jahr 2004 waren es noch 48 Euro. Während 2004 der halbe Tag in einer Schischule durchschnittlich 31 Euro kostete, müssen Eltern heute 55 Euro hinlegen.

  Durchschnitt 2004 Durchschnitt 2017 Differenz in %
1 Ganztag 47,82 € 71,00 € + 48,47 %
1 Halbtag 30,71 € 54,83 € + 78,55 %

     

Große Preisspannen

Auch die Preisspanne der erhobenen Angebote klafft deutlich auseinander: Das Halbtagspaket für drei Tage kostet im billigsten Fall 60 Euro und im teuersten 172 Euro. Der Preisunterschied beträgt 185 Prozent.

  Min Max Durchschnitt Differenz Differenz in %
5 Ganztage 150 € 267 € 204,64 €  +117 € + 78 %
3 Halbtage 60 € 172 € 138,00 €  +112 € + 187 %


Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Preiserhebung von Schikindergärten (ein spezielles Kursangebot für Drei- bis Vierjährige): Ein halber Tag kostet zwischen 30 und 77 Euro – das ergibt eine Differenz von 157 Prozent.

  Min Max Durchschnitt Differenz Differenz in %
5 Halbtage 130 € 210 € 176,14 € + 80 € + 61,54 %
1 Halbtag 30 € 77 € 48,80 € + 47 € + 156,67 %


Bezirksvergleich: Im Flachgau und im Tennengau sind die Kinderschischulen günstiger als im Süden des Bundeslandes. Ein Tageskurs im Pongau kostet durchschnittlich um 54 Prozent mehr als im Norden des Bundeslandes. „Der Grund dafür ist einfach: Im Süden sind die Schigebiete einfach größer und dadurch kostspieliger“, so AK-Konsumentenschützer Christian Obermoser. „Nur fraglich, ob Schi-Anfänger diese Vielzahl an Pisten benötigen.“

AK: Preise vergleichen – Liftkarte inkludiert?

Aufgrund der teils enormen Preisspannen und der Teuerung der letzten Jahre sollten unbedingt vor dem Buchen die Preise der verschiedenen Schischulen verglichen werden. Am besten im Internet, das zeigt die aktuelle AK-Erhebung. „Alle Preise waren auch auf den Webseiten der Anbieter zu finden“, so Obermoser. Aber: Bei 46 Anbietern konnte nicht eindeutig festgestellt werden, ob die Liftkarte im Preis inkludiert ist, oder hierfür noch Zusatzkosten anfallen.

Fast überall fallen Extra-Kosten an

Apropos Zusatzkosten: Schifahren ist eine Outdoor-Sportart – dafür wird eine entsprechende Ausrüstung benötigt. Die Erhebung zeigt: Dreizehn der getesteten Schischulen stellen Helme oder Ausrüstungen ohne Aufpreis zur Verfügung. Beim Rest fallen Extra-Leihgebühren an.

Einen weiteren Kostenpunkt stellt die Mittagsbetreuung (inklusive Verpflegung) dar: Eltern müssen hierfür zwischen 7 und 14,50 Euro locker machen. „Nur bei sechs Schischulen war die Mittagsbetreuung im Preis inbegriffen“, sagt der AK-Konsumentenschützer. „Hier sieht man deutlich, Extrakosten, wie Leihgebühren und Verpflegungen stellen einen weiteren erheblichen Kostenfaktor dar. Deswegen sollte vor dem Buchen genau geprüft werden, welche Leistungen im Preis inkludiert sind und welche nicht.“

Und: Die Gruppengröße stellt ein wesentliches Qualitätskriterium dar. Nach dem Gesetzgeber darf eine Gruppe aus maximal 12 Kindern (nur in Ausnahmefällen 15) bestehen. „Achten Sie auf die Anzahl der Gruppenmitglieder“, betont Christian Obermoser. „Denn teilweise definieren die Anbieter die höchst zulässige Anzahl selbst.“

Schnuppern & Storno

In diesen beiden Punkten sieht die AK Verbesserungsmöglichkeiten:

  • Fast alle Anbieter führen Schnupperangebote in ihren Prospekten an. „Bei vielen Anbietern ist aber der Stundesatz genauso hoch wie jener der normalen Kurse“, so der AK-Konsumentenschützer. „Daher sollen die Kosten für einen Schnupperkurs bei einer möglichen Folgebuchung – zum Beispiel einen 3-Tageskurs – angerechnet werden können. Wir raten Konsumenten, dies bereits im Vorfeld mit der Schischule abzuklären.“
  •  Kinder werden nicht nur krank, sie machen auch schon mal einen Rückzieher und wollen auf einmal nichts mehr vom Schifahren wissen. Für diesen Fall sehen die Schischulen großteils keine Stornomöglichkeit vor. Die Erstattung der Kursgebühren ist nur im Falle einer Erkrankung oder Verletzung möglich – aber in der Regel auch nur dann, wenn ein ärztliches Attest vorgelegt wird. „Gerade wegen dieser fehlenden Stornomöglichkeiten wünschen wir uns mehr Halbtagsangebote“, sagt der AK-Konsumentenschützer. „Denn diese fehlen in großen Teilen Salzburgs, wie zum Beispiel: Salzburg Umgebung, Flachau, Filzmoos, Kaprun, Rauris, Saalbach sowie Zell am See und Umgebung.
TIPPS
  • Häufig finden sich in den Onlineangeboten keine Hinweise zu den Liftpreisen, daher jedenfalls nachfragen, ob und zu welchen Kosten eine Schikarte benötigt wird.

  • Auch bei Schischulen werden unterschiedlichste Rabatte angeboten, wie etwa Onlinebonus und Familienermäßigungen, nachfragen kann sich lohnen.

  • Wird eine Schiausrüstung für den Kurs benötigt, gibt es zumeist eine Verleihmöglichkeit vor Ort, oftmals auch als vergünstigtes Kombiangebot. Beachten Sie, dass bei sämtlichen Schikursen eine Helmpflicht bis zum vollendeten 15. Lebensjahr besteht.

  • Insbesondere bei Ganztagskursen wird in aller Regel auch eine Mittagsbetreuung angeboten. Diese ist zumeist nicht im Kurspreis inkludiert und kostet zwischen 7 und 14,50 Euro pro Tag – Tipp: Informieren Sie sich bereits im Vorfeld der Buchung, wie hoch die Zusatzkosten sind.

  • Sind Sie sich nicht sicher, ob Ihr Kind schon für einen Kurs bereit ist, dann achten Sie auf günstige Schnupperangebote. Ist Ihr Kind vom Schifahren gleich begeistert und möchte weiterfahren, sollte ein vergünstigter Mehrtageskurs ohne erhöhte Kosten zubuchbar sein. Deshalb empfehlen wir, die genauen Konditionen im Vorfeld abzuklären.

  • Stellt sich im Nachhinein heraus, dass Ihr Kind noch nicht für einen Kurs geeignet ist, sollte idealerweise eine Stornomöglichkeit bestehen. Das sollte jedenfalls bereits bei Kursbuchung festgehalten werden.

  • Bei Krankheit oder Verletzung wird meistens ein ärztliches Attest benötigt, um eine Erstattung nicht konsumierter Kursgebühren zu erhalten.

  • Problematisch könnten extreme Wetterbedingungen oder schlechte Schneelage sein, einige Anbieter schließen eine Erstattung von Kursgebühren mit Hinweis auf höhere Gewalt aus.

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