Einkaufen ist billiger als im Vorjahr, Preise für Markenwaren stagnieren

Die gute Nachricht: Der AK-Warenkorb ist im Vergleich zum Herbst 2017 um rund 3,3 Prozent günstiger geworden. Die Preise für Markenprodukte sind in etwa gleichgeblieben. Vergleich mit Deutschland: Der Warenkorb ist in Salzburg um durchschnittlich 7 Prozent teurer. Bei Markenwaren sind die Preisunterschiede nach wie vor teils sehr hoch. Körperpflegeprodukte etwa kosten hierzulande im Schnitt um 56 Prozent mehr. „Unser Ziel ist es nicht, einen Einkaufstourismus nach Deutschland zu fördern“, stellt AK-Präsident Peter Eder klar, „doch faire Preise, besonders für einkommensschwächere Haushalte, sind ein Kernanliegen der AK. Deshalb werden wir für uns nicht nachvollziehbare Preisdifferenzen weiter aufzeigen.“

In regelmäßigen Abständen erheben die Konsumentenschützer die Preise für Güter des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Körperpflege- und Reinigungsprodukte. Seit dem Jahr 2011 wird zusätzlich ein Marken-Warenkorb erhoben. Außerdem erfolgt ein Preisvergleich mit dem angrenzenden Bayern. „Unser Ziel sind faire und nachvollziehbare Preise“, sagt AK-Präsident Peter Eder, „unsere Warenkorb-Erhebungen in den vergangenen 10 Jahren haben einiges bewirkt. Vor allem die Preisunterschiede zu Deutschland sind von fast 20 Prozent auf mittlerweile 7 Prozent gesunken.“ Das trifft allerdings nicht auf Markenprodukte zu: Hier sind die Preisdifferenzen nach wie vor teils sehr hoch.

Kleiner Warenkorb ist billiger geworden

Eine gute Nachricht für die Konsumentinnen und Konsumenten: Der „kleine“ Warenkorb (54 Produkte, wobei immer der billigste Artikel erhoben wird) ist im Vergleich zum Herbst 2017 im Schnitt um 3,29 Prozent günstiger geworden. „Eine sehr erfreuliche Entwicklung, da zwischen Herbst 2016 und 2017 der Anstieg mit +5,40 Prozent doch deutlich über dem Verbraucherpreis-Index (VPI) gelegen ist“, berichtet Erhebungsleiter Stefan Göweil. Die enthaltenen Lebensmittel wurden im Jahresvergleich um 2,85 Prozent, die Drogeriewaren um 3,92 Prozent billiger. Die Ausreißer: Äpfel waren heuer gleich um 23 Prozent günstiger, Tiefkühl-Pommes hingegen um 13 Prozent teurer als im Vorjahr. „Eine generelle Aussage über einzelne Produktgruppen lässt sich allerdings nicht treffen“, so der AK-Konsumentenschützer.

Markenwaren stagnieren – Unterschiede zu Bayern teils hoch

Der Markenwarenkorb enthält insgesamt 175 Produkte und im Gegensatz zum kleinen Warenkorb keine Aktionspreise. Auch hier gibt es eine gute Nachricht: Mit einem durchschnittlichen Preis-Rückgang von 0,23 Prozent ist der Markenwarenkorb in Salzburg preislich praktisch stagniert. Das war auch in den letzten Jahren schon zu beobachten.

Was gleich geblieben ist, sind teils sehr hohe Preisunterschiede – trotz Steuerbereinigung - zu Deutschland: Lebensmittel sind in Salzburg im Schnitt um 15,58 Prozent, Körperpflegeprodukte um durchschnittlich 56,16 Prozent und Reinigungsmittel im Schnitt um 36,65 Prozent teurer als im benachbarten Bayern.

Apropos Körperpflegeprodukte und Reinigungsmittel – AK-Tipp: „Drogeriewaren sollte man im Supermarkt nur im Einzelfall kaufen. Günstiger fährt man bei diesen Produktgruppen in Drogeriemärkten“, empfiehlt AK-Experte Göweil.


Tabelle Babynahrung (0,3 MB)

Tabelle Körperpflege (0,3 MB)

Tabelle Lebensmittel (0,3 MB)

Tabelle Reinigung (0,3 MB)

  • © 2018 AK Salzburg | Markus-Sittikus-Straße 10, 5020 Salzburg, +43 (0)662 86 87

  • Datenschutz
  • Impressum