Christbaum-Preiserhebung: Preisspannen sind enorm 

Die AK-Konsumentenschützer haben die Preise bei 36 Verkaufsständen in der Stadt Salzburg, im Flachgau und im Tennengau erhoben. Die Preisspannen sind enorm. Zum Beispiel: Bei einer 2,5 Meter hohen Tanne liegen zwischen dem billigsten und dem teuersten Angebot 65 Euro (Preisspanne: 435%). Ausschlaggebend dafür ist vor allem die Qualität des Baums, weniger die Größe. „Wer sparen will, dem raten wir, die Augen offen zu halten und Preise zu vergleichen“, sagt Konsumentenschützer Christian Obermoser. Bei der Erhebung zeigte sich auch, dass der Standort der Verkaufsstände den Preis beeinflusst: In der Stadt Salzburg sind die Christbäume deutlich billiger.

Die Arbeiterkammer Salzburg hat bei 36 Verkaufsständen die Preise für Christbäume analysiert. Für die gängigen Größen bei Nordmanntannen gibt es folgende Ergebnisse:

  • bis zu 1 Meter: die billigste Tanne (Aktionsware) 8, die teuerste 35 Euro (Durchschnittspreis 20,41 Euro). Preisspanne: 338 Prozent.
  • bis zu 1,5 Meter: die billigste Tanne ebenfalls in Aktion 8, die teuerste 40 (Durchschnittspreis 25,56 Euro). Preisspanne: 400 Prozent.
  • bis zu 2 Meter: die billigste Tanne 14,95, die teuerste 60 Euro (Durchschnittspreis 36,47 Euro). Preisspanne: 301 Prozent.
  • bis zu 2,5 Meter: die billigste Tanne 14,95, die teuerste 80 Euro (Durchschnittspreis 49,95 Euro). Preisspanne: 435 Prozent.

Enorme Preisunterschiede: vergleichen lohnt sich

AK-Konsumentenschützer und Erhebungsleiter Christian Obermoser: „Im Extremfall (2,5 Meter) bis zu 65 Euro Unterschied zwischen dem teuersten und dem günstigsten Angebot zeigt, dass es sich lohnt, die Augen offen zu halten. Die teils enormen Preisspannen lassen sich vor allem auf Qualitätsunterschiede zurückführen, weniger auf die Größe. Möchte man einen Baum, der rundum gleichmäßig ist, wird man wohl bei den günstigsten Angeboten schwer fündig werden.“

Zusatz-Services wie Einnetzen und Zuspitzen der Bäume ist bei den meisten der erhobenen Anbieter mittlerweile im Kaufpreis inbegriffen. 12 der 36 Verkaufsstände berechnen dafür zwischen 10 Cent und 1,10 Euro. „Allerdings wird das Zuspitzen nicht überall angeboten“, so Christian Obermoser.  

Christbäume: In der Stadt Salzburg deutlich billiger

Bei der Analyse zeigte sich, dass der Standort der Verkäuferinnen und Verkäufer preisentscheidend sein kann. Die Stände in der Stadt Salzburg sind durchschnittlich um 16 Prozent billiger als im angrenzenden Flachgau und Tennengau. Für den AK-Konsumentenschützer ist die „Dichte der Angebotes“ der Grund für die Preisunterschiede zwischen Stadt und Land. „Vor allem große Einkaufshäuser in der Stadt – wie zum Beispiel: Obi, Bauhaus oder Leiner – locken mit günstigsten Angeboten“, so Obermoser. „Die meisten Verkaufsstände am Land können und wollen erst gar nicht bei solchen Lock-Aktionen nicht mithalten.“

Apropos Preise: Beim Thema Preisauszeichnung fällt das Urteil der Konsumentenschützer – im Vergleich zur letzten Erhebung – etwas schlechter aus: Während sich im Vorjahr alle an die Regeln hielten, waren heuer bei 2 Anbietern keine klar ersichtlichen Preisauszeichnungen vorhanden.  

AK-Tipp: Bäume brauchen heuer viel Pflege

„Aufgrund des heißen Sommers ist der richtige Umgang mit dem Christbaum heuer besonders wichtig“, sagt der AK-Konsumentenschützer. Damit Sie am Heiligabend keine böse (Nadel-)Überraschung erleben, hat wir die besten Tipps für die richtige Pflege zusammengefasst: 

  • Transport am besten im Netz um Zweige nicht zu beschädigen
  • Kühl und sonnen- und windgeschützt lagern, keinesfalls in beheizten Räumen (Im Freien, am Balkon/Terrasse oder im ungeheizten Keller/Garage)
  • Den Stamm am besten mit Wasser versorgen
  • Das Netz etwas vor dem Aufstellen entfernen (immer vom Stamm aufwärts)
  • Den aufgestellten Baum regelmäßig mit Wasser versorgen
  • Möglichst weit entfernt von Heizkörpern oder Kachelöfen aufstellen

Nordmanntannen im Überblick

Alle Christbaum-Verkaufsstandorte, an denen wir die Preise erhoben haben, finden Sie nach Standorten sortiert in unserer Tabelle.
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