Gesetzliches Recht auf Umtausch gibt es nicht

Richtig einkaufen spart Ärger: Oft stehen die Konsumenten am Heiligen Abend vor dem Problem, dass Geschenke nicht gefallen, passen oder gar nicht funktionieren. Der Umtausch nach den Weihnachtsfeiertagen kann sich aber als schwierig darstellen. 

Für viele Konsumenten beginnt der eigentliche Weihnachtsstress erst nach der Bescherung wenn es darum geht, Geschenke, die nicht passen, nicht gefallen oder defekt sind, zum Händler zurückzubringen. Das Umtauschen kann sich für die Betroffenen als schwierig darstellen. Nach den Feiertagen ist der Frust bei manchen Konsumenten besonders groß, da zu diesem Zeitpunkt selbst wir nicht immer helfen können. Deshalb ist es wichtig, vor oder schon während des Einkaufs einige Regeln zu beachten, etwa beim Thema Umtausch.

Quittung unbedingt aufheben

Für Weihnachtseinkäufe gilt wie bei jedem anderen Einkauf: Kassenzettel oder Rechnung unbedingt aufheben! Sollte ein Produkt Mängel aufweisen, kann mit der Quittung nachgewiesen werden, wann und wo das Produkt gekauft wurde. Sollte der Kassenbon über die Feiertage verloren gegangen sein, dann kann der Nachweis, wo ein Geschenk gekauft wurde, vom Käufer auch durch die Bestätigung einer dritten Person -  also wenn jemand Dritter beim Einkauf zugegen war – erbracht werden.

TIPP

Shoppen am Christkindlmarkt: Auch hier gilt Kassenbon aufheben! Und Name und Anschrift des Standlinhabers merken, damit im Nachhinein Mängel oder ein vereinbartes Umtauschrecht leichter geltend gemacht werden können.


Kein gesetzliches Recht auf Umtausch

Was viele Menschen nicht wissen: Ein gesetzlich verbrieftes Recht auf Umtausch gibt es nicht! Unter Umtausch versteht man die Rückgabe einer mängelfreien Sache, die beispielsweise dem Beschenkten nicht gefällt. Obwohl kein Rechtsanspruch auf Umtausch besteht, zeigen sich viele Firmen und Händler kulant und gewähren den Kunden im Allgemeinen ein Umtauschrecht. 

Sicherheitshalber sollte trotzdem beim Kauf des Geschenkes darauf geachtet werden, dass auf der Rechnung oder am Kassenbon vermerkt wird, dass innerhalb einer gewissen Frist ein Umtauschrecht ausgeübt werden kann. Für dieses Umtauschrecht stellen Geschäfte manchmal bestimmte Regeln auf: So kann ein Umtauschrecht etwa davon abhängig gemacht werden, ob man einen Kassenbon vorlegen kann, oder ob der Artikel in Original verpacktem Zustand ist. Da es eben kein gesetzliches Umtauschrecht gibt, wird den Konsumenten und Konsumentinnen in diesen Fällen nichts anderes übrig bleiben, als diese Regeln zu akzeptieren. Sollte die Ware tatsächlich mangelhaft sein, dann bestehen gesetzliche Gewährleistungsansprüche.

fälle aus der praxis

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