20.4.2020

"Ein Platz zum Lernen" soll Chancengerechtigkeit erhöhen

Die aktuelle Corona-Krise zeigt einmal mehr, dass die Bildungschancen unserer Kinder von den räumlichen und finanziellen Möglichkeiten des Elternhauses abhängen. Der Mangel an EDV-Equipment oder einer räumlichen Rückzugsmöglichkeit schlägt in Zeiten von ‚Distance Learning‘ besonders durch. „Deshalb bietet die Arbeiterkammer benachteiligten Schülerinnen und Schülern ab Mitte Mai an allen BFI-Standorten einmal pro Woche einen ‚Platz zum Lernen‘ an. Sollten die Ausgangsbeschränkungen bis dahin noch nicht gelockert sein, beginnen wir mit einem Fernlernangebot“, kündigt AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder an. In Kleingruppen wird den jungen Menschen dabei nicht nur Lernunterstützung in den Hauptgegenständen und Nutzung digitaler Medien beim Lernen, sondern auch sozialpädagogische Unterstützung angeboten. 

Die Corona-Krise hat das österreichische Bildungssystem mehr oder weniger über Nacht zum Fernunterricht gezwungen. Das hat bestehende Unterschiede bei der Chancenverteilung verschärft: Viele Kinder haben weder einen Zugang zur notwendigen EDV-Ausstattung, verfügen über keine geeigneten Rückzugsräume zum Lernen und erhalten von ihren Eltern kaum oder keine Unterstützung beim Lernen.  „Speziell jetzt zeigt sich, dass Kinder aus Haushalten mit einer guten technischen, bzw. digitalen Ausstattung und einem soliden ‚Humankapital‘ viel eher in der Lage sind, mit der Ausnahmesituation gut umzugehen“, gibt AK-Direktor-Stellvertreterin Cornelia Schmidjell zu bedenken. Das Angebot der AK, Salzburger Berufsschulen beim Ankauf von mobilen Endgeräten für den Fernunterricht zu unterstützen, stößt auf reges Interesse. Es haben sich bereits mehrere Schulen bei der AK gemeldet und großen Bedarf signalisiert. Hilfe der Arbeiterkammer bekommen demnächst auch Schülerinnen und Schüler der 5. bis 8. Schulstufe

Neues kostenloses AK-Angebot: „Ein Platz zum Lernen“

Die Arbeiterkammer Salzburg bietet ab Mitte Mai jeweils an einem Nachmittag pro Woche einen „Platz zum Lernen“ an allen BFI Standorten (Salzburg, St. Johann, Zell am See) sowie nach Möglichkeit in Tamsweg an. (Sollten die Ausgangsbeschränkungen bis dahin noch aufrecht sein, wird es ein Fernlernangebot geben.)
AK-Präsident und ÖGB-Landevorsitzender Peter Eder: „Als AK Salzburg verfügen wir mit dem BFI Salzburg über eine Einrichtung, die jahrzehntelange Erfahrung im Unterricht sowie in der Begleitung und Förderung von Jugendlichen hat. Durch die Arbeitswelt und Schule-Workshops sind wir als Arbeiterkammer auch direkt mit den Bedürfnissen von Schülerinnen und Schülern vertraut. In unserer Lernbegleitung holen wir die Schülerinnen und Schüler in ihrer Lebenssituation ab und motivieren und unterstützen sie, sich mit Lerninhalten gut geplant und strukturiert auseinanderzusetzen.“

„Ein Platz zum Lernen“ auch am Ende der Sommerferien: Lernbegleitung und Nachhilfe

Die Lernbegleitung endet nicht mit Schulschluss. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten unter Anleitung noch einen persönlichen Lernplan. Tauchen dazu in den Sommerferien Fragen auf, erhalten sie per Telefon oder online Support von ihren Lernbegleiterinnen oder –begleitern. In den letzten drei Ferienwochen wird der „Platz zum Lernen“ dann sogar jeden Vormittag angeboten. Schülerinnen und Schüler, können somit schon vor Wiederbeginn der Schule ins Lernen zurückfinden und sich vorbereiten. Hier haben bei Bedarf auch sehr individuelle Unterstützung und Nachhilfe Platz. Eltern lösen ganz nebenbei ihre Sorge um die Betreuung ihrer Kinder am Vormittag. Darüber hinaus besteht Großteils die Möglichkeit, an der Nachmittagsbetreuung des MINT-Sommerprogrammes von AK und BFI teilzunehmen. Dieses Angebot samt vorbereitender Lernplanung steht selbstverständlich auch all jenen Kindern und Eltern offen, die sich nur für den Sommer anmelden wollen.

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