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Neue Erkenntnisse für eine fairere und zukunftsfähigere Gesellschaft

Zum vierten Mal hat die AK Salzburg heuer einen Wissenschaftspreis ausgeschrieben. Den Förderpreis vergibt sie zum dritten Mal. Gestern, am 29. November 2016, wurden die Auszeichnungen im Parkhotel Brunauer vor rund 100 Gästen verliehen. Die Festrede hielt Univ. Prof. Dr. phil. Dipl.-Soz. Jens S. Dangschat zum Thema: „Forschung und Technologie – im Interesse der Gesellschaft?“ 

Dangschat fokussierte sich vor allem darauf, dass die Technik- und Naturwissenschaften die Strategie der überwiegenden Spezialisierung überdenken sollten. Gleichzeitig sei eine stärkere ethische Reflexion insbesondere bei Aspekten der sozialen Differenzierung nötig. Im Gegenzug sollten sich aber auch die Sozial- und Geisteswissenschaften stärker der Technik und Naturwissenschaft öffnen. Dabei geht es auch um Auswirkung und Akzeptanz von Technologien in verschiedenen sozialen Milieus und bei verschiedenen Lebensstilen.

Nicht zuletzt betonte Jens Dangschat, dass Forschungsförderung einer wissenschaftstheoretisch übergreifenden Forschung offener gegenüberstehen und verantwortungsvolle Wissenschaft realistisch und in klar definierten Entwicklungsschritten erfolgen müsse.

Aufzeigen von und beschäftigen mit Alternativen

„Wissenschaft schafft wichtige Grundlagen für zukünftige Entwicklungen. Sie kann zu mehr Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit führen. Deshalb ist der AK diese Grundlagenarbeit im eigenen Hause ebenso wichtig wie an den Hochschulen. Und deshalb fördern wir wissenschaftliche Arbeiten, die auf verschiedenste Weise zu mehr Fairness führen können. Die Arbeit vieler engagierter Forscherinnen und Forscher ist unverzichtbar für Vielfalt und Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft. Dieses Aufzeigen von und Beschäftigen mit gesellschaftlichen Alternativen, zum Beispiel zum nach wie vor vorherrschenden Neoliberalismus, honorieren wir!“, so AK-Direktor Gerhard Schmidt, der begrüßte und durch das Programm begleitete.  

Der AK Wissenschaftspreis wurde in den Kategorien „Gesellschaftsrelevantes Thema“, „Zukunfts- bzw. technisch-naturwissenschaftliches Thema“ und im Bereich „Wirtschaft und Recht“ vergeben. Einreichen konnte, wer 2015 oder 2016 eine Abschlussarbeit eines Master-, Diplom- oder Doktorratsstudiums an der Fachhochschule oder an der Universität Salzburg fertiggestellt hat, welche die Arbeits- und Lebensbedingungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie deren Verbesserung behandelt. Der Förderpreis wird für Bachelorarbeiten aus dem Bereich Gesundheitswissenschaft und pädagogische Berufsfelder vergeben. Insgesamt wurden 81 Arbeiten eingereicht und begutachtet. Heuer war zum ersten Mal eine von zwei Personen gemeinsam verfasste Arbeit dabei.

Die Zukunft liegt in den Köpfen

Die Vizerektorin der Uni Salzburg, Sylvia Hahn, FH-Rektor Gerhard Blechinger und Elfriede Windischbauer, Rektorin der PH Salzburg  betonten in ihren Grußworten besonders die Bedeutung des AK-Wissenschaftspreises und des Förderpreises für die Empfängerinnen und Empfänger. Der Tenor: So sehen junge Leute, dass ihre Arbeiten wertvoll sind, dass sie etwas Wichtiges leisten!

„Bildung ist die Zukunft im Kopf. Österreich verfügt über ein großes Potenzial, kann im Bereich Forschung international mithalten. Das zeigt sich auch an den vielen sehr unterschiedlichen und äußerst spannenden, qualitativ hochwertigen Arbeiten, die eingereicht wurden“, sagte Hilla Lindhuber, Leiterin der Abteilung Bildung, Jugend und Kultur in der Arbeiterkammer Salzburg.

„Im Endeffekt geht es in jeder Gesellschaft um einen fairen Ausgleich. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Arbeit der AK. Die zum Wissenschaftspreis und Förderpreis eingereichten Arbeiten tragen durch neues Wissen ein Stück weit zu einem Mehr an Gerechtigkeit bei!“, so AK-Direktor Gerhard Schmidt.

Die Preisträgerinnen und Preisträger
Wissenschaftspreis 2016:

Gesellschaftsrelevantes Thema

  • Mag. Martin Gstöttinger
    Lebensmittelverschwendung - Mülltauchen und weitere gegensteuernde Aktivitäten und Initiativen in der Stadt Salzburg
  • Simone Mitterlechner, MA
    Das (unentdeckte) Potential Sozialer Arbeit in der Gesundheitsförderung am Beispiel von Primary Health Care
  • Alisa Kaps, MA
    Refugees welcome - und dann? Perspektiven der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten am Beispiel der Salzburger Tourismusbranche
  • Dr. Mirjam Neureiter
    An intern barrier to career development: An empirical investigation of the impostor phenomenon in the world of work
  • Christoph Schulte-Cloos, MSc
    Approaching Change – Veränderungs­maß­nahmen in Unternehmen und ihr Einfluss auf den motivationalen Zustand der Mitarbeiter

Zukunftsthema bzw. technisch-naturwissenschaftliches Thema

  • Dipl.-Ing. Daniel Hofstetter, B. Eng.
  • iomarker für die Detektion von belastungsbedingten Veränderungen im vegetativen Nervensystem
  • Michael Kager, MSc
    Smartphone Based Stress Detection
  • DI Manuel Parfant, BSc
    Erstellung einer Kommunikationsinfrastruktur für verteilte Smart Home Anwendungen
  • Dr. Isabella Radauer-Preiml
    Investigating nanomaterial safety: Novel reporter cell lines and effects of bystander substances

Bereich Wirtschaft & Recht

  • Mag. Dr. Julia Baier
    Unternehmensanleihen im österreichischen (Privat)recht
  • Mag. Dr. Benjamin Furlan
    Econometric Evaluation of PublicPolicy: Selected Case Studies on Industrial Organization and Macroeconomics
  • Mag. Dr. Iris Murer
    Prostitution und Verfassung – Kompetenz- und grundrechtliche Vorgaben für die Reglementierung im Verwaltungsrecht
  • Dr. Christiane Pedit
    Anreizwirkungen durch Steuerbegünstigungen? Empirische Evidenz und Vorschläge de lege ferenda zum Arbeitgeberzuschuss zur Kinderbetreuung
  • Mag. Dominik Tusler
    Filesharing im Internet - rechtlich relevante Aspekte aus der Sicht des privaten Internetnutzers

 FÖRDERPREIS 2016

  • Robert Gschwandtl, BEd
    Mathematik und Sprache
  • Alina Hinterleitner, BEd
    Sprachliche Gleichstellung versus Leseverständnis - Der Einfluss von geschlechtergerechter Sprache auf das sinnerfassende Lesen von Primarstufenschülerinnen und Primarstufenschüler
  • Magdalena Radler, BSc und Natalie Wildauer, BSc
    Einfluss der Gesundheitskompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund auf den Behandlungserfolg in der Ergotherapie

Die Jury für das gesellschaftsrelevante, das Zukunftsthema und den Förderpreis:

  • Rektor Univ.-Prof. Dr. Heinrich Schmidinger
  • Vizerektorin Ao. Univ. Prof.in Dr.in Silvia Hahn                    
  • PH-Rektorin Mag.a Drin Elfriede Windischbauer    
  • FH-Geschäftsführerin Mag.a Dr.in Doris Walter        
  • Mag.a Ulrike Szigetti, FH Salzburg                                          
  • Dr. Peter Gutschner, Leiter des Referates Hochschulen, Wissenschaften und Zukunftsfragen/Land Salzburg           
  • AK-Direktor Mag. Gerhard Schmidt
  • Mag.a Hilla Lindhuber, Leiterin der AK-Bildungsabteilung

Die Jury für den Bereich Wirtschaft und Recht

  • Univ.-Prof.in Dr.in Sonja Puntscher-Riekmann         
  • Vizerektor Ao. Univ. Prof. Dr. Rudolf Feik                
  • Univ.-Prof. Dr. Rudolf Mosler                                       
  • Univ.-Prof. Dr. Walter Scherrer                                    
  • Univ. Prof. Dr. Walter Pfeil                     
  • Mag. Heimo Typplt, Leiter der AK-Rechtsabteilung
  • Mag. Wolfgang Goricnik MBL, Leiter des AK-Referats Wirtschaft & Recht
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