22.10.2018

165 Schülerinnen und Schüler übten bei "Newland" in der LBS Hallein Politik

Das politische Planspiel „Newland“ gibt es bereits seit längerem für verschiedene Schultypen. Im Rahmen einer Kooperation mit der Arbeiterkammer brachte der Verein Akzente Newland zum 5. Mal auch an die Landesberufsschule in Hallein. 165 Lehrlinge aus 10 Berufsschulen stellten sich am 18. Oktober im dortigen Berufsschülerheim den Herausforderungen.

Das Ziel des Spiels ist der Erwerb politischer Kompetenzen. Von Wahlen und politischer Verantwortung bis hin zum Lösen von nationalen und zwischenstaatlichen Problemen. „Die jungen Leute können verschiedene politische Systeme austesten und ein besseres Verständnis für Strukturen und Abläufe in der Politik entwickeln. Und sie lernen: Entscheidungen gemeinsam zu treffen ist nicht immer einfach, aber im Vergleich doch die beste Wahl“, sagt Hilla Lindhuber, Leiterin der Abteilung für Bildung, Jugend und Kultur der AK Salzburg. Darum erhielten ausnahmslos alle „Lehrlingsstaaten“ eine demokratische Verfassung. Viel Wert wurde außerdem auf Meinungsfreiheit und eine gerechte Gesellschaft gelegt. Im Verlauf des Spiels wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Nationen mit verschiedenen Startbedingungen – und Ressourcen aufgeteilt, die Klassenverbände aufgebrochen.

Aufgaben lösen, Punkte und Ressourcen gewinnen

In den folgenden Runden mussten die neuen Nationen verschiedene Aufgaben meistern: Vom Finden einer eigenen Identität bis hin zum Erlassen von Gesetzen und den Regeln des Handels- und Austauschs mit den anderen Teams. Auch Krieg um Ressourcen kann laut den Spielregeln geführt werden, allerdings als sportlicher Wettbewerb.  Das wurde aber dieses Mal abgelehnt: „Warum lassen wir uns gegeneinander Aufhetzen und führen Kriege?“, so die Frage vieler Beteiligter. Stattdessen gab es also „Freundschaftsspiele“, bei denen alle etwas erhielten. „Die Beteiligten waren heuer nicht nur sehr auf fairen Ausgleich orientiert. Sie haben auch den Wert der Demokratie erkannt“, so Hilla Lindhuber. Da passt es, dass viele Jugendliche zugaben, dass es nicht leicht ist, richtig zu entscheiden. Sie werden sich vor der nächsten Wahl genau über das Angebot informieren: „Im Endeffekt geht es darum, dass wir uns zusammensetzen und gemeinsam Lösungen für Probleme erarbeiten“, stellte ein Schüler fest.

Ein Riesenspaß mit Bildungseffekt

Gewinner nach Punkten war am Ende, wer den Wohlstand der Heimatnation steigern konnte, zufriedene Bürgerinnen und Bürger hatte und Spezialaufträge erledigte. Darum gab es auch einen Einzel- und einen Nationensieger. Bei Newland 2018 holte sich das Team „Kommunismus Reloaded“  den Gesamtsieg. Bei der Individualwertung hatte Alma Hamzic vom Team "Blackwood" den entscheidenden, Vorsprung vor den Mitbewerberinnen und Mitbewerbern. Außerdem gab es zum 1. Mal Preise für besondere Beiträge zur Diskussion. Hilla Lindhuber bei der Verleihung: „Newland lässt mit Spaß und unbeschwert neue Ideen zu. Dieses Mal rückten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Frieden schaffen und Krieg vermeiden ins Zentrum. Sie lernten Politik und demokratische Abläufe kennen. Am Ende geht es darum, gemeinsam etwas zu erreichen. Das Ganze ist ein großer Spaß mit Bildungseffekt – so lernt es sich am besten!“

Politisches Planspiel Newland © Akzente, AK
Politisches Planspiel Newland © Akzente, AK

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