16.10.2019

148 Schülerinnen und Schüler übten bei "Newland" in der LBS Hallein Politik

Das politische Planspiel „Newland“ gibt es bereits seit längerem für verschiedene Schultypen. Im Rahmen einer Kooperation mit der Arbeiterkammer brachte der Verein Akzente „Newland“ zum 6. Mal auch an die Landesberufsschule in Hallein. 148 Lehrlinge aus 8 Berufsschulen stellten sich im dortigen Berufsschülerheim den Herausforderungen.

Das Ziel des Spiels ist der Erwerb politischer Kompetenzen. Von Wahlen und politischer Verantwortung bis hin zum Lösen von nationalen und zwischenstaatlichen Problemen. „Die jungen Leute können verschiedene politische Systeme austesten und ein besseres Verständnis für Strukturen und Abläufe in der Politik entwickeln. Und sie lernen: Entscheidungen gemeinsam zu treffen, ist nicht immer einfach“, sagt Hilla Lindhuber, Leiterin der Abteilung für Bildung, Jugend und Kultur der AK Salzburg. Im Verlauf des Spiels wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Nationen mit verschiedenen Startbedingungen – und Ressourcen aufgeteilt, die Klassenverbände aufgebrochen.

Aufgaben lösen, Punkte und Ressourcen gewinnen

In den folgenden Runden mussten die neuen Nationen verschiedene Aufgaben meistern: Vom Finden einer eigenen Identität bis hin zum Erlassen von Gesetzen und den Regeln des Handels und Austauschs mit den anderen Teams. Auch Krieg um Ressourcen kann laut den Spielregeln geführt werden, allerdings als sportlicher Wettbewerb. Diese Form der Auseinandersetzung wurde allerdings abgelehnt. Stattdessen schlossen sich sechs Staaten zu den „Vereinten Nationen von Newland“ zusammen und versuchten den interessenspolitischen Ausgleich.

„Als Spiegelbild der Gesellschaft standen heuer Menschenrechte, Umweltschutz und das Migrationsthema ganz oben auf der Themenliste“, erklärt Hilla Lindhuber. Es sei erfreulich zu beobachten gewesen, dass die „Vereinten Nationen von Newland“ nach einer fiktiven Naturkatastrophe die Flüchtlinge des betroffenen Staates aufgenommen haben. „Weshalb sollten wir unsere Ressourcen nicht teilen, wir haben doch genug“, stellte ein Schüler fest.

Überhaupt stand der faire Ausgleich bei den meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz oben auf der Prioritätenliste. Viel Wert wurde auch auf Meinungsfreiheit und eine gerechte Gesellschaft gelegt. „Die Schülerinnen und Schüler haben auch den Wert der Demokratie erkannt“, so Hilla Lindhuber. Da passt es, dass viele Jugendliche zugaben, dass es nicht leicht ist, richtig zu entscheiden. „Im Endeffekt geht es darum, dass wir uns zusammensetzen und gemeinsam Lösungen für Probleme erarbeiten“, so eine Schülerin.

Ein Riesenspaß mit Bildungseffekt

Gewinner nach Punkten war am Ende, wer den Wohlstand der Heimatnation steigern konnte, zufriedene Bürgerinnen und Bürger hatte und Spezialaufträge erledigte. Darum gab es auch einen Einzel- und einen Nationensieger. Bei „Newland“ 2019 holte sich der Staatenbund „Vereinte Nationen von Newland“ den Gesamtsieg. Bei der Individualwertung hatte Laura Hinterschwaiger den entscheidenden Vorsprung vor den Mitbewerberinnen und Mitbewerbern. Hilla Lindhuber bei der Verleihung: „Newland lässt mit Spaß und unbeschwert neue Ideen zu. Dieses Mal rückten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Frieden durch Zusammenhalt ins Zentrum. Sie lernten Politik und demokratische Abläufe kennen. Am Ende geht es darum, gemeinsam etwas zu erreichen. Das Ganze ist ein großer Spaß mit Bildungseffekt – so lernt es sich am besten!“

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