Arbeitsrechtliche Infos für Reisen in Corona-Zeiten

Wer in ein Land/Gebiet mit den Sicherheitsstufen 5 oder 6 reist, muss entweder nach der Rückkehr nach Österreich 10 Tage in Quarantäne oder muss den Behörden einen negativen Corona-Test vorweisen.

Die Quarantäne muss der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin in den Urlaub einkalkulieren, wenn auf Grund der Rechtslage schon vor Antritt der Reise klar war, dass eine 10-tägige Absonderung vorgeschrieben ist.

Der Corona-Test kann entweder im Urlaubsland oder am Flughafen gemacht werden und darf bei Wiedereinreise nicht älter als vier Tage sein. Die Kosten trägt der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin. Die AK fordert Behörden auf, kostengünstige Möglichkeiten der Testung auch an den Grenzübergängen zu gewährleisten.

Der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin kann nach einem Aufenthalt in einem Gebiet der Stufe 5 der 6 um einen Test ersuchen, um die Dauer der Quarantäne zu verkürzen. Eine Verpflichtung zum Test besteht jedoch nicht.

Der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin muss dem Unternehmen nicht vorab bekannt geben, wo der Urlaub verbracht wird. Die Beschäftigten sind nur verpflichtet, auf Anfrage nach dem Urlaub mitzuteilen, ob sie in einem Gebiet der Stufe 5 oder 6 waren.

Wer in ein Gebiet/Land der Stufe 5 oder 6 fährt, kann vor der Reise mit der Arbeitgeber/der Arbeitgeberin Alternativ-Varianten nach der Rückkehr vereinbaren. So könnte etwa statt der Quarantäne für die Dauer von zwei Wochen, wenn möglich, Home Office vereinbart werden. Die Entgeltfortzahlung bleibt dann jedenfalls aufrecht.

HINWEIS

Es kann nach einem Urlaub keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen geben. Eine Quarantäne ist kein Kündigungs- oder Entlassungsgrund. Sollte es dennoch dazu kommen, kann die Kündigung/Entlassung grundsätzlich wegen Sozialwidrigkeit angefochten werden.
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