SVP - 3 kompakt: Dezember 2020

Welche Schutzmaßnahmen müssen gegen Covid-19 in meinem Betrieb gesetzt werden?

Generell sollten Tätigkeiten, die im Home-Office und dementsprechend ohne körperlichen Kontakt zu Kundinnen / Kunden sowie Kollegen / Kolleginnen möglich sind, ebenda erfolgen. Für alle anderen Arbeiten gilt, dass geeignete Schutzmaßnamen zur Minimierung des Infektionsrisikos sowie der Belastungen vom Arbeitgeber gesetzt werden müssen. Hier sollte im Rahmen einer Covid-19-Arbeitsplatz-Evaluierung festgestellt werden, ob etwa die Einhaltung des Mindestabstands von 1 Meter jederzeit möglich ist, ob MN-Schutz getragen werden muss oder ob Team-Splitting (also die zeitliche Aufteilung der Belegschaft) sowie Trennwände sinnvolle Maßnahmen sind. Bei der Evaluierung ist nach dem Stand der Technik vorzugehen und die sogenannte STOP-Regel zu berücksichtigen. Demnach sollten Maßnahmen, die eine arbeitsbedingte Infektionsgefahr gänzlich ausschließen (Substitution) wie etwa Home-Office vor technischen Maßnahmen (etwa Installation von Plexiglaswänden) gesetzt werden. Letztere sind wo möglich organisatorischen Maßnahmen (Team-Splitting, Lüften, Hygiene, Abstandhalten) vorzuziehen. Persönliche Maßnahmen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes kommen dementsprechend dort zur Anwendung, wo ansonsten kein ausreichender Schutz für die Beschäftigten gewährleistet werden kann.

Wer muss die Evaluierung durchführen?

Für die Evaluierung ist generell die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber verantwortlich. Sie oder er kann - und wird das in den meisten Fällen auch tun – die Aufgabe an Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter übertragen oder sich an die Präventivfachkräfte (Arbeitsmedizinerin / Arbeitsmediziner und Sicherheitsfachkraft) wenden. Bleibt die Evaluierung „im Betrieb“ so werden häufig SVP beauftragt, diese Aufgabe zu übernehmen. Wichtig dabei ist zu wissen, dass die Letztverantwortung bei der Arbeitgeberin / dem Arbeitgeber bleibt. Bei der Covid-19-Arbeitsplatz-Evaluierung sollte jedenfalls die Belegschaftsvertretung sowie die Präventivfachkräfte eingebunden werden. Dabei gilt es auch auf Belastungen zu achten, die durch die veränderte betriebliche Situation (etwa im Zuge von Schutzmaßnahmen) entstehen bzw verstärkt werden. Dazu zählen beispielsweise lange Tragedauern des Mund-Nasen-Schutzes sowie erhöhte Anforderungen an Beschäftigte sowie mögliche Isoliertheit durch ein verstärkt digitalisiertes Arbeiten.

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