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SVP-drei kompakt: Kurzmitteilungen zur Arbeit von Sicherheitsvertrauenspersonen

Was ist ein Arbeitsschutz-Ausschuss?

Sobald in Arbeitsstätten regelmäßig mindestens 100 Beschäftigte arbeiten, ist das Unternehmen verpflichtet, einen Arbeitsschutzausschuss (ASA) einzurichten. Kolleginnen oder Kollegen, die auf Baustellen oder auswärtigen Arbeitsstellen arbeiten, sind dabei miteinzurechnen. Sind mindestens ein Viertel aller Arbeitsplätze Büroarbeitsplätze, bzw. mit Büroarbeitsplätzen vergleichbar, besteht diese Verpflichtung erst ab regelmäßiger Beschäftigung von 250 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Der ASA ist eine regelmäßige Besprechung, an der jene Personen teilnehmen, die im Betrieb für ArbeitnehmerInnenschutz zuständig sind. Ziel: Verbesserung der  Arbeitsbedingungen.

In jedem Fall im ASA  vertreten sein müssen: Eine Vertretung der Arbeitgeberseite, die Sicherheitsfachkraft, die Arbeitsmedizinerin oder der Arbeitsmediziner, die SVP sowie ein Mitglied des Betriebsrates (sofern vorhanden). 

Welche Aufgaben hat der ASA?

Der ASA dient dazu, den wechselseitigen Informations- und Erfahrungsaustausch sowie die gegenseitige Koordination der für ArbeitnehmerInnenschutz zuständigen Personen zu gewährleisten und zu verbessern. Ziel: Verbesserung von Sicherheit, Gesundheitsschutz und Arbeitsbedingungen. Berichte und Vorschläge der SVP und der Präventivfachkräfte müssen besprochen werden.

Beispiele für Aufgabengebiete:

  • Evaluierungen (Vorbereitung der Durchführung/Besprechung der Ergebnisse)
  • Behandlung von  Fehlzeitenstatistiken und die Ableitung von Maßnahmen daraus
  • Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung (zB Schulungsangebote, Impfaktionen etc.)
  • Vorbereitung von Betriebsvereinbarungen (zB Wiedereingliederungsteilzeit) 

Was ist Mobbing und was kann man dagegen tun?

Im Unterschied zu „normalen“ Konflikten am Arbeitsplatz, ist Mobbing dadurch gekennzeichnet, dass es gezielt und über einen längeren Zeitraum betrieben wird. Dabei geht es darum, eine bestimmte Person zu kränken, schwächen, auszugrenzen und letztendlich vom Arbeitsplatz zu vertreiben. Mobbing kann durch eine Person oder eine Gruppe erfolgen.

Arbeitgeber haben eine so genannte Fürsorgepflicht zu erfüllen: Arbeitsplätze sind so zu gestalten, dass Leben, Gesundheit sowie Würde und Integrität der Beschäftigten geschützt wird. Im Rahmen der Evaluierung psychischer Belastungen besteht für Arbeitgeber die Verpflichtung, Belastungen zu erheben, zu beurteilen und Maßnahmen zum Erhalt der psychischen Gesundheit der Beschäftigten zu setzen.

Wenn der Arbeitgeber von Mobbing am Arbeitsplatz erfährt,  ist er also verpflichtet, einzuschreiten und die gemobbte Person zu schützen. Für SVP heißt das, Ansprechpersonen für Kolleginnen und Kollegen zu sein und den Arbeitgeber über den Mobbingfall zu informieren. SVP sollen auch direkt einschreiten, wenn sie von Mobbingfällen erfahren.

Auch im Bereich Mobbing gilt: Prävention lohnt sich. So können ein klares Unternehmensleitbild „Nein zu Mobbing“, eine offene Gesprächskultur sowie ganz allgemein gute Arbeitsbedingungen Mobbing die Grundlage entziehen. Mobbing entsteht in den meisten Fällen auf Grund von zunehmender Arbeitsverdichtung und hohem Zeitdruck, steigenden Anforderungen und schlechten Organisationsstrukturen. Hier gilt es anzusetzen. 

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