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SVP-drei kompakt: Kurzmitteilungen zur Arbeit von Sicherheitsvertrauenspersonen

Kann ich als SVP gekündigt werden?

Diese Frage wird uns oft gestellt. Da SVP in der Regel Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer sind, können sie auch gekündigt werden. Allerdings dürfen sie nicht wegen der Ausübung ihrer Tätigkeit als SVP gekündigt oder entlassen werden. Sollte das der Fall sein, kann die Kündigung oder Entlassung binnen einer Woche angefochten werden. Dabei trägt der Arbeitgeber die Beweislast vor Gericht. Er muss also nachweisen, dass die Kündigung aus einem anderen Grund erfolgt ist. Sollten Sie in diese Lage kommen, wenden Sie sich an uns – wir helfen Ihnen gerne!

Tipp: Eine Dokumentation über Tätigkeiten und Gespräche kann hier sehr nützlich sein.

Übrigens: Bevor ein Arbeitgeber eine SVP kündigt, muss er die Arbeiterkammer verständigen.

Wann muss eine Unterweisung stattfinden?

Als Unterweisung werden zum Beispiel Schulungen verstanden und sind auf spezifische Arbeitsbereiche und -tätigkeiten bezogen.

Beispiele:

  • Lastentransporte mittels Laufkran in Halle 1
  • Manuelle Lasthandhabung in der Warenauslieferung
  • Installation eines neuen Förderbands in Halle 2

Eine Unterweisung muss erfolgen:

  • Vor Aufnahme der Tätigkeit
  • Bei einer Versetzung oder Veränderung des Aufgabenbereichs
  • Bei Einführung oder Änderung von Arbeitsmitteln
  • Bei Einführung neuer Arbeitsstoffe
  • Bei Einführung oder Änderung von Arbeitsverfahren und
  • Nach Unfällen  oder Beinahe-Unfällen (sofern dies weitere Unfälle verhindern könnte)

Die Unterweisung muss in der Arbeitszeit durch geeignete Fachleute erfolgen. Das können auch betriebsfremde Personen sein – etwa wenn zu neuen Arbeitsverfahren noch zu wenig betriebliches Know-How vorhanden ist.

Wer muss die Evaluierung durchführen?

Für die Evaluierung ist der Arbeitgeber verantwortlich. Er kann  diese Aufgabe entweder an Mitarbeiterinnen, bzw. Mitarbeiter übertragen oder sich an Präventivfachkräfte (Arbeitsmediziner und Sicherheitsfachkraft) wenden. Bleibt die Evaluierung „im Betrieb“ übernehmen das zumeist SVP.

Wichtig: die Letztverantwortung trägt das Unternehmen.

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